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Auswahlverfahren für 5. Klassen an Maximilian-Kolbe-Gesamtschule

Auf und Ab bei Anmeldezahlen

Saerbeck

142 Anmeldungen liegen der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG) für die kommenden 5. Klassen vor. Das sind immer noch deutlich mehr als sie an Schülern aufnehmen kann. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl aber gesunken. 2021 hatten Bewerbungen für 155 Mädchen und Jungen vorgelegen. Weil die Zahl der Plätze begrenzt ist, muss die Schule unterm Strich 30 Absagen erteilen. Die Schreiben gingen Montag raus.

Von Katja Niemeyer

Für die 5. Klassen hat die Maximilian-Kolbe-Gesamtschule 112 Plätze zu vergeben. Einschließlich der vom Kreis Steinfurt zugewiesenen Schüler und Schülerinnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf erhielt sie aber 142 Anmeldungen. Foto: Katja Niemeyer

142 Anmeldungen liegen der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG) für die kommenden 5. Klassen vor. Das sind immer noch deutlich mehr als sie an Schülern aufnehmen kann. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl aber gesunken. 2021 hatten Bewerbungen für 155 Mädchen und Jungen vorgelegen. Die Entwicklung führt Schulleiter Maarten Willenbrink vor allem auf einen deutlichen Rückgang von Bewerbungen aus Ladbergen und Lienen-Kattenvenne zurück. Aus den beiden Gemeinden hatte die Gesamtschule im vergangenen Jahr jeweils fast 20 Anmeldungen notiert.

„Manchmal ist es so, dass sich ein Freundeskreis geschlossen anmeldet“, erläutert Willenbrink, warum bei der Zahl der Anmeldungen eine gewisse Wellenbewegung zu erkennen ist. So wollten 2017 insgesamt 187 Kinder die Gesamtschule besuchen, 2019 waren es „nur“ 126 Kinder gewesen, im Folgejahr war die Zahl dann erneut gestiegen, dann aber auch wieder gesunken.

88 Anmeldungen für die Oberstufe

Auf der aktuellen Anmeldeliste stehen auch die Namen von acht Schülern und Schülerinnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Sie wurden der seit Jahren anerkannten „Schule des gemeinsamen Lernens“ vom Kreis Steinfurt zugewiesen. Weil die Zahl der Plätze auf 112 begrenzt ist, muss die Schule unterm Strich 30 Absagen (gegenüber 43 in 2021) erteilen. Die Schreiben, so Willenbrink, seien am Montag verschickt worden und müssten den Müttern und Vätern seit gestern vorliegen.

Besonders bedauerlich: Auch sechs Saerbecker Schüler und Schülerinnen wurden abgelehnt. Sie müssen, falls sie nicht einen Nachrücker-Platz ergattern, ab dem kommenden Schuljahr zu einer weiterführenden Schule in der Umgebung pendeln.

Das Auswahlverfahren ist kompliziert. Es sorgt zum einen dafür, dass alle Bewerber – ganz gleich, ob sie aus Saerbeck oder von anderswo kommen – gleichberechtigt behandelt werden. Zum anderen soll es eine gewisse Leistungsheterogenität gewährleisten.

Für das Losverfahren wurden deshalb zwei Töpfe gebildet. In dem ersten befanden sich die Namen von den Schülern, die in den Fächern Mathe, Deutsch und Sachunterricht einen Notendurchschnitt von 2,0 oder besser haben. In dem zweiten Topf waren die Namen jener Jungen und Mädchen mit einem schlechteren Schnitt. Weil das Verfahren zugleich die aktuelle Leistungsverteilung der örtlichen Grundschule abbilden muss, nach der etwas mehr als die Hälfte der Viertklässler eine (zum Teil eingeschränkte) gymnasiale Empfehlung hat, kann die MKG Summasomarum jeweils 52 stärkere und schwächere Schüler aufnehmen. In dem ersten Topf, so erläutert Willenbrink, waren zunächst 39 Namen (diese Schüler hatten wegen ihrer guten Noten einen Platz sicher), um ihn aufzufüllen, wurden 13 Namen aus dem zweiten Topf „hinzugelost“.

Ein Großteil der Kinder, die von ihren Eltern an der Saerbecker Gesamtschule, die im kommenden Jahr ihr 35-jähriges Bestehen feiert, angemeldet wurden, kommt aus den umliegenden Kommunen. Jeweils mehr als 30 Bewerbungen trudelten aus Greven und Emsdetten ein. Aus Ladbergen waren es elf. Aus Ibbenbüren-Dörenthe, Tecklenburg-Brochterbeck, Lienen-Kattenvenne und Lengerich erhielt die MKG zwischen einer und neun Anmeldungen – und damit deutlich weniger als in der Vergangenheit. Das, stellt der Schulleiter fest, sei Ausdruck der zunehmenden Konkurrenz aus angrenzenden Gemeinden und Städten. So sind zuletzt unter anderem in Lengerich/Tecklenburg und Hörstel Gesamtschulen eröffnet worden.

Eine Anmeldung erreichte die MKG derweil sogar aus Münster, eine weitere aus dem niedersächsischem Hasbergen.

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