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Erster Schritt in Richtung Umzug

Raiffeisen-Genossenschaft stellt Bauantrag für Tank-Shop

Saerbeck

Die HemSaer Agrar, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Genossenschaft, hat beim Kreis-Bauamt einen Bauantrag für die Errichtung eines Tank-Shops auf ihrem Grundstück an der Raiffeisenstraße gestellt. Eröffnung soll im Frühjahr 2022 sein.

Von Katja Niemeyer

Der Bauantrag für die Errichtung eines Tank-Shops an der Raiffeisenstraße ist gestellt, verkünden (v.l.) Rudolf Hölscherklas (stellvertretender Vorsitzender der Raiffeisen-Genossenschaft), Ludger Entrup (Raiffeisen-Vorsitzender), Thorsten Hilbert (Geschäftsführer) und Helmut Drüing (Geschäftsführer) sowie Architekt Marc Musiol (Bauplanungsbüro in Rosendahl). An dem Standort befindet sich bislang ein Tank-Automat (kl. Foto). Foto: Katja Niemeyer

Der Plan, das Einkaufsareal westlich des Ortskerns zu erweitern und neu zu strukturieren, könnte konkrete Formen annehmen. In der Vergangenheit hatte es bereits mehrere Anläufe gegeben, die einen Standortwechsel der Raiffeisen-Genossenschaft Saerbeck-Hembergen zum Ziel hatten. Bekanntlich soll so Platz geschaffen werden für zusätzliche Einzelhandelsflächen. Jetzt ist aber offenbar der erste Schritt getan: Die HemSaer Agrar, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Genossenschaft, hat beim Kreis-Bauamt einen Bauantrag für die Errichtung eines Tank-Shops auf ihrem Grundstück an der Raiffeisenstraße gestellt. Eröffnung soll im Frühjahr 2022 sein.

Auf der 2,2 Hektar großen Fläche befindet sich bislang ein Tank-Automat. Laut Geschäftsführer Helmut Drüing soll der Standort zu einer Tankstelle mit Imbiss ausgebaut werden. Noch in diesem Jahr will die Genossenschaft außerdem einen Bauantrag für einen Fachmarkt stellen. Damit, meint Drüing, sei auch die sogenannte Rückauflassungsvormerkung vom Tisch.

Sie ist Bestandteil des Kaufvertrages, den die Genossenschaft einst mit der Gemeinde abgeschlossen hatte. Die Klausel schreibt vor, dass innerhalb einer bestimmten Frist mit dem Bau begonnen werden muss. Sie hatte der Rat zuletzt auf Ende 2021 verlängert.

In den vergangenen Wochen, bestätigt Bürgermeister Dr. Tobias Lehberg, „ist Bewegung in das Projekt gekommen“. Aber auch mit den Bauträgen sind noch nicht sämtliche Hürden überwunden. Dem Vernehmen nach gestaltet sich eine weitere Grundstücksverhandlung als schwierig. „Den Ausgang müssen wir noch abwarten“, betont Lehberg, der nach eigenen Angaben mit allen Beteiligten, also mit Eigentümern, Investor und Einzelhandelsketten „im Gespräch“ ist. Womöglich, ergänzt er, „müssen wir aber noch über andere Lösungsansätze nachdenken“.

Der Umzug der Genossenschaft ist Voraussetzung dafür, die Flächen für einen großflächigen Einzelhandel zu überplanen. Anfragen von Einzelhandelsketten liegen seit Langem vor: von der Drogeriekette Rossmann, die sich in Saerbeck mit einer Filiale niederlassen will, sowie von dem Discounter Aldi, der sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu seinem jetzigen Standort vergrößern will. Erweiterungsbedarf an seinem aktuellen Standort hat darüber hinaus der K+K-Markt angemeldet.

Für den Ausbau müsste der Bereich Industriestraße durch Änderung des Bebauungsplanes in ein „Sondergebiet großflächiger Einzelhandel“ umgewandelt werden. Bislang ist die Straße als Mischgebiet ausgewiesen.

Auch aus Sicht der Genossenschaft gibt es zu dem Umzug an die Industriestraße keine Alternative. Angesichts des Strukturwandels in der Landwirtschaft, erläutert Drüing, sei die Genossenschaft gezwungen, neue Standbeine neben dem Stammgeschäft aufzubauen. Dazu gehöre auch eine Sortimentserweiterung. Angedacht sei etwa, künftig auch verstärkt regionale Produkte anzubieten. Der Geschäftsführer kündigte an, die Mitglieder der Genossenschaft während einer Versammlung am 21. Oktober, ausführlich über die weiteren Pläne zu informieren.

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