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Ersatz für "Dana"

Reitverein Saerbeck sucht fast verzweifelt ein Leihpferd 

Saerbeck

Dana hat dem Reitverein Saerbeck treue Dienste geleistet. Seit ein paar Wochen lahmt das Lehrpferd aber und fällt deshalb für mindestens ein halbes Jahr aus. Das bringt den Vorstand in die Bredouille. Fast verzweifelt sucht er ein Leihpferd als Ersatz für die braune Warumblutstute. Bislang ohne Erfolg.

Von Katja Niemeyer

Für das erkrankte Lehrpferd Dana des Reitvereins Saerbeck suchen Jugendwartin Kira Dembsky-Kuberek und Geschäftsführerin Christina Nord­hues dringend ein Leihpferd. Eine Anzeige hatte noch zu keinem Erfolg geführt. Foto: Katja Niemeyer

Dana ist ein feines Pferdchen. Genügsam knabbert die braune Warmblutstute an einem Büschel Heu. In den Nachbarboxen links und rechts spitzen Nando und Ella, zwei kleine Schimmel-Ponys, derweil ihre Ohren und tippeln hin und her. Dana scheint sie nicht wahrzunehmen, sie ist voll konzentriert auf ihr Futter. Seit ein paar Wochen hat sie ein gesundheitliches Problem und wurde deshalb vom Reitverein Saerbeck außer Dienst gestellt. Der sucht jetzt ziemlich verzweifelt nach Ersatz.

Denn Dana ist ein Lehrpferd, das für Reitstunden und für ein Kooperationsprojekt mit der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule eigentlich dringend benötigt wird. Mehrmals in der Woche wird sie von Schülern für den Unterricht gesattelt. Drei Reiterinnen drehen zudem außerhalb des Schulbetriebs ihre Runden mit dem 20 Jahre alten Pferd, das früher bei Springturnieren so manchen Preis holte und später als Zuchtstute Fohlen zur Welt brachte. Und auch in der Reit-AG, ein gemeinsames Projekt von Verein und Gesamtschule, hat Dana eine zentrale Rolle, wie Christina Nordhues, Geschäftsführerin des Vereins, betont.

Kurz vor Weihnachten hatte den Vereinsvorstand die Hiobsbotschaft ereilt, dass Dana lahmt. Ein herbeigerufener Tierarzt stellte eine Sehnenerkrankung am linken Vorderbein fest. Das sogenannte Unterstützungsband, erläutert Jugendwartin Kira Dembsky-Kuberek, „ist zu drei Vierteln gerissen.“ Das habe eine Ultraschall-Untersuchung ergeben.

Seither wird das langgediente Lehrpferd geschont. Zwei Mal am Tag wird es für zehn Minuten im Schritt geführt. Mehr Bewegung ist nicht ratsam. Nur so kann die Sehne heilen. Aber der Heilungsprozess wird dauern. Vereinsgeschäftsführerin Nordhues geht derzeit von einem halben bis Dreiviertel-Jahr aus, bis Dana wieder fit ist.

Eine Zeit, die, so die große Hoffnung der Hobbyreiter, mit einem Leihpferd überbrückt werden könnte. Allein: Woher nehmen? Eine Anzeige im Internet führte noch zu keinem Erfolg. Und auch die Verbreitung der Nachricht in befreundeten Vereinen und unter Tierärzten und Schmieden brachte kein Ergebnis.

An Aufgeben wollen Christina Nordhues und Kira Dembsky-Kuberek aber nicht denken. „Vielleicht steht ja irgendwo ein Pferd, dessen Besitzer oder Besitzerin gerade keine Zeit zum Reiten hat“, malt die Vereinsgeschäftsführerin ein mögliches Szenario. Wer nicht ganz verzichten könne, der habe sicherlich auch im Rahmen der Leih-Aktion die Möglichkeit, am Wochenende auf sein Pferd zu steigen. „Da würde sich bestimmt eine Lösung finden“, ergänzt sie. Für den Fall, dass Dana nicht mehr richtig auf die Beine kommen sollte – worauf derzeit nichts hindeutet, aber dennoch nicht ganz auszuschließen ist –, könnte sich der Saerbecker Verein auch vorstellen, das Leihpferd zu kaufen.

Eine Anforderung müsste das Ersatzpferd für Dana allerdings erfüllen. Es sollte, sagt Christina Nordhues, „umgänglich, brav und nicht schreckhaft sein“. Also von seinem Wesen sein wie die Warmblutstute, die seit nunmehr fast zehn Jahren im Dienst des Reitvereins steht und nun einfach – davon geht die Geschäftsführerin aus – eine längere Auszeit braucht, um dann wieder locker durch die Reithalle traben zu können.

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