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Große Hilfsbereitschaft

Erste Ukraine-Flüchtlinge in Saerbeck angekommen

Saerbeck

In Saerbeck sind jetzt die ersten Ukrainerinnen und Ukrainer, die vor dem Krieg in ihrer Heimat geflüchtet sind, eingetroffen. Sie kamen bei Verwandten unter. Das Ordnungsamt hat eine Liste mit privaten Wohnraumangeboten angelegt. Zugleich bereitet sich die Gemeinde aber darauf vor, Geflüchtete in ihren Flüchtlingsunterkünften aufzunehmen.

Auf der Flucht vor dem Krieg in der Ukraine: Auch in Saerbeck sind bereits einige Menschen angekommen. Sie wohnen bei Verwandten. Die Gemeinde bereitet sich darüber hinaus darauf vor, weitere Vertriebene in ihren Flüchtlingsunterkünften unterzubringen. Foto: dpa

Die ersten Menschen, die vor dem Krieg aus der Ukraine flüchten, sind in Saerbeck angekommen. Die Hilfsbereitschaft von Saerbeckerinnen und Saerbeckern ist groß, heißt es aus dem Rathaus. Dort laufen Koordination, Unterstützung und Ausbau der öffentlichen wie privaten Hilfsangebote.

Eine Mutter mit zwei erwachsenen Töchtern und einem Enkelkind hat demnach im Dorf bereits Zuflucht gefunden. Eine Saerbeckerin hat ihre Mutter aus der Ukraine aufgenommen. Im Ordnungsamt weiß man von weiteren Menschen aus dem mit Krieg überzogenen osteuropäischen Land, die zu Verwandten in Saerbeck auf dem Weg sind. Es sind Menschen, die vor dem Krieg aus einem Land fliehen, das seit Jahren in die EU strebt. Darunter zahlreiche Mütter mit Kindern, die sich von ihren Männern und Vätern trennen mussten.

Ordnungsamtsleiterin Ines Heilemann führt eine Liste mit Wohnraumangeboten, die in den vergangenen zwei Wochen immer länger geworden ist. „Viele Privatleute wollen jetzt helfen“, stellt sie fest. Mitarbeiterin Lea Cordes berichtet auf Nachfrage von mittlerweile knapp 15 Angeboten. „Manche Eigentümer sind bereit, zwei Personen aufzunehmen, manche bieten aber auch ganzen Familien ein Dach über dem Kopf.“ Grundsätzlich, sagt sie, hätten die Flüchtlinge bessere Chancen, Anschluss zu finden, wenn sie privat untergebracht werden.

Vier Fragen an Bürgermeister Dr. Tobias Lehberg

Zugleich bereitet sich die Gemeinde aber auch darauf vor, Menschen in den – teilweise belegten – Flüchtlingsunterkünften in der Raiffeisenstraße und am Heckenweg sowie in den diversen einzelnen Wohnungen im gesamten Gemeindegebiet ein Quartier zu geben.

Die ökumenische Flüchtlingshilfe „Willkommen in Saerbeck“, als Zusammenschluss Engagierter unter dem gemeinsamen Dach beider Kirchengemeinden im Jahr 2015 gegründet, will für Geflüchtete aus der Ukraine aktiv werden. Der Beirat für allgemeine Flüchtlingsangelegenheiten, ein Beratungsgremium für Rat und Verwaltung, kommt am kommenden Montag zusammen. Die Tafel und die Kleiderstube der Caritas bereiten sich vor.

Saerbeckern, die jetzt akut helfen wollen, rät das Ordnungsamt, dies mit Geldspenden an seriöse Hilfsorganisationen zu tun, die vor Ort in der Ukraine oder in den Nachbarländern tätig sind. Dort sind die Not und der Bedarf zurzeit am größten. Von ungezielten Sachspenden wird aktuell abgeraten. Sie sind nur dann sinnvoll, wenn Organisationen oder Gruppen mit konkretem Bedarf dazu aufrufen.

Für Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine geflohen sind, und für Saerbecker, die ihnen helfen wollen, hat die Gemeinde auf ihrer Homepage Fragen und Antworten zusammengestellt. Mehr Details bietet der Kreis Steinfurt auf seiner Homepage.

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