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Trainingstag für Radtourenleiter

Handzeichen, Rechte und Tourenplanung

Saerbeck

Radtourenleiter müssen viele Dinge beherrschen – am vergangenen Wochenende wurde Interessierten bei einem Trainingstag viele Fragen beantwortet.

Von Stefanie Behring

Foto: beh

Wie fahre ich im Verband, wie arbeite ich eine Tour aus und was muss ich beim Leiten einer Radtour alles beachten? Um diese und weitere Fragestellungen ging es am Samstag beim Trainingstag für Radtourenleiter.

Im Mehrgenerationenhaus (MGH) trafen sich insgesamt 14 Radtourenleiter und „solche, die es werden wollen“ – wie Brigitte Wolff-Vorndieck vom MGH ergänzte. Einen Tag lang beschäftigten sie sich mit dem Thema Radtourenleitung. Das Wissen vermittelte Peter Wolter. Er ist zertifizierter Trainer und Ausbilder des ADFC Münster.

Am Samstagvormittag standen die theoretischen Grundlagen im Vordergrund. Hier lernten die Teilnehmer grundlegende Regeln für Radfahrer, wichtige Handzeichen und zielgruppenspezifische Anforderungen an eine Tour. Peter Wolter weiß: „Es ist wichtig, dass man sich vorher genau überlegt, wer an einer Tour teilnehmen wird.“ Dabei spricht Wolter aus eigener Erfahrung, denn er leitet selbst bereits seit 22 Jahren Fahrradtouren für unterschiedliche Zielgruppen. So müsse man für Familien beispielsweise mehr Pausen und andere Stationen einplanen als für geübte Radfahrer mit E-Bikes. Auch die Kommunikation in einer Gruppe sei anders. „Vieles läuft über Handzeichen, weil die hintersten Fahrer den Radtourenleiter sonst nicht verstehen können“, so Wolter.

Am Nachmittag konnten die 14 Teilnehmer das Erlernte in die Praxis umsetzen. Bei einer 35 Kilometer langen Radtour musste jeder einmal die Leitungsfunktion übernehmen. Dabei ging es auch darum, mit einem Routenplaner umzugehen.

Anschließend beschäftigten sich die (angehenden) Radtourenleiter noch mit rechtlichen und versicherungstechnischen Grundlagen. Das Vermeiden von Unfällen und Besonderheiten beim direkten oder indirekten Abbiegen in einer Gruppe waren hier Thema.

Der Trainingstag für Radtourenleiter war bereits der dritte Versuch, das Angebot durchzuführen. Zwei in der Vergangenheit geplanten Termine konnten jeweils aufgrund von Corona nicht durchgeführt werden. Umso mehr freuten sich nun Veranstalter und Teilnehmer über diesen Trainingstag, der nach dem Schnee am Freitag sogar mit ein paar Sonnenstrahlen begeisterte.

Die Kursteilnehmer kamen aus Saerbeck, Greven und Emsdetten. Viele haben bereits Radtouren im kleinen Kreis durchgeführt und möchten dies in ihrem Ehrenamt weiter ausbauen. „Sei es beim Kolping, der kfd oder den Radwanderfreunden aus Emsdetten – wir freuen uns, wenn wir so das Ehrenamt fördern können“, so Wolff-Vorndieck. Nicht zuletzt aufgrund der steigenden Anforderungen für Radfahrer im Straßenverkehr hält die Leiterin des MGHs das Angebot für sinnvoll. Eine Wiederholung in Zukunft sei denkbar.

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