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Oktoberfest am Wochenende

Hohe Auflagen, viel Aufwand

Saerbeck

Am Wochenende wird ordentlich gefeiert. Von Freitag bis Sonntag findet das erste große Saerbecker Oktoberfest statt. Die Veranstalter erwarten mehr als 2500 Gäste.

Von Katja Niemeyer

Hat das dreitätige Oktoberfest zusammen mit Lukas Hertz organisiert: Robert Bodem. In dem 1200 Quadratmeter großen Festzelt hinter der Raiffeisen-Tankstelle dürfen mehr als 1000 Menschen feiern. Foto: Katja Niemeyer

Ein zweites Mal absagen – das war für Robert Bodem und Lukas Hertz keine Option. Sie hielten an ihrem Oktoberfest fest, auch zu einer Zeit, als es wegen der Corona-Pandemie noch vollkommen offen war, ob im Herbst Großveranstaltungen stattfinden können. Die beiden Saerbecker planten ein dreitägiges Fest, das von Freitag bis Sonntag insgesamt mehr als 2500 Besucher anlocken dürfte. Nun zeigen sie sich zufrieden, die Entscheidung getroffen zu haben. Die hohen Auflagen, die sie für die Genehmigung erfüllen müssen, nehmen sie dafür gerne in Kauf. Der Samstag, an dem zu Live-Musik getanzt und geschunkelt wird und an dem unter anderem Nürnberger Würstchen und Schweinshaxen serviert werden, ist bereits ausverkauft. „Die mehr als 1000 Tickets sind weg“, berichtet Bodem. Für Freitagabend, an dem eine Party für Jüngere steigt, seien noch einige Karten zu haben.

Mehraufwand erheblich

Wieviel Zeit sie in ihr Projekt wegen der coronaspezifischen Voraussetzungen gesteckt haben, können Bodem und Hertz nicht genau sagen. Der Mehraufwand sei aber erheblich, sagt Bodem, Inhaber von RBVT Veranstaltungstechnik. In Abstimmung mit dem Ordnungsamt der Gemeinde legten sie ein Konzept vor, das eine Reihe von zusätzlichen Investitionen beinhaltet. So sorgen zwei Lüftungsanlagen für frische Luft in dem 1200 Quadratmeter großen Festzelt. „Die Geräte tauschen pro Stunde 33.000 Kubikmeter Luft aus“, weiß Bodem.

Sechs Hochleistungs-Spülmaschinen

Auch bei der Reinigung der Gläser gibt es viel zu beachten. Sie einfach eintauchen in kaltes Wasser, wie vor Corona üblich, ist nicht mehr erlaubt. Die Veranstalter schaffen deshalb sechs Hochleistungs-Spülmaschinen ran, in denen Gläser und Geschirr mit 80 Grad heißem Wasser in 60 Sekunden lupenrein sauber werden.

Getestet, geimpft oder genesen

Aufs Festzelt gelassen werden nur Gäste, die getestet, geimpft oder genesen sind. Das, sagt Hertz, werde an allen Eingängen kontrolliert. Auch der Personalausweis müsse dabei vorgezeigt werden. Hertz ist Inhaber der Firma SOD Eventmanagement.

Verlangt wird ein PCR-Test

Für jene Gäste, die nicht geimpft oder genesen sind, ist der Besuch des Oktoberfestes am Freitag und am Samstag mit einem gewissen Mehraufwand verbunden. Denn mit einem einfachen Schnelltest werden sie nicht ins Zelt gelassen. Verlangt wird ein PCR-Test, der zwar sehr zuverlässig ist, weil er auch kleine Virusmengen aufspürt, aber auch zeitintensiver ist. Bis das Ergebnis vorliegt, können ein oder zwei Tage vergehen. Zugleich darf der Test bei der Kontrolle am Zelteingang nicht länger als 40 Stunden zurückliegen. So werde gewährleistet, dass die allgemein gültige Frist von 48 Stunden auch noch während der Feier eingehalten wird.

Für das Familienprogramm am Sonntag reicht hingegen ein Schnelltest, betont Bodem. Wer die Einlasskontrollen einmal überwunden hat, der kann sich indes auf ein unbeschwertes Feiererlebnis freuen. Denn auf dem Festplatz und im Zelt kann auf das Einhalten bestimmter Abstände verzichtet werden. Und auch die Masken können in der Tasche bleiben.

Viele Gäste aus der Region

Ein Großteil der Gäste kommt übrigens nicht aus Saerbeck. Sehr viele Tickets gingen in die Städte und Gemeinden des Kreises Steinfurt von Lengerich bis Ochtrup. Einige Gäste reisen aber sogar aus Nottuln, Münster und Südlohn an, berichtet Bodem.

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