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Monika Kluck gibt die Radtouren-Routenplanung ab

Kfd sucht neue Wege und kreative Mitradlerinnen

Saerbeck

25 Jahre lang hat sich die passionierte Radlerin um den sommerlichen Fahrradausflug gekümmert. Mehrere Dutzend Frauen meldeten sich Jahr für Jahr gerne dazu an.

Marlies Grüter

Mit Monika Kluck (vorne rechts) erlebten viele kfd-lerinnen schöne Radtouren Foto: Marlies Grüter

Sie ist seit Jahrzehnten ein fester Programmpunkt im Veranstaltungskalender der Frauengemeinschaft (kfd): Die Radtour mit Monika Kluck. In den Sommerwochen planten viele Saerbeckerinnen den Termin des ganztägigen Ausflugs sofort nach Bekanntwerden fest mit ein – ohne das Ziel zu kennen. „Die Radtouren sind immer ein tolles Überraschungspaket. Wir wissen: Es geht über verschlungene Wege durchs Grüne ins Blaue mit attraktiven Zwischenstopps“, erzählt Brigitte Kockmann vom kfd-Team. „Darauf können wir uns verlassen.“

Denn, dass die Radtour der kfd von Anfang bis Ende akribisch vorbereitet ist, der Weg, meist abseits der viel befahrenen Radrouten, genau ausgekundschaftet wurde und schöne Rastpunkte eingeplant sind, darauf konnten sich die Teilnehmerinnen immer blind verlassen. „Dafür steht der Name Monika Kluck“, sagt Brigitte Kockmann. 25 Jahre lang hat sich die passionierte Radlerin um den sommerlichen Fahrradausflug gekümmert. Mehrere Dutzend Frauen meldeten sich Jahr für Jahr gerne dazu an.

„Leider musste die Radtour wegen der Corona-Pandemie im vergangenen Sommer und auch jetzt wieder abgesagt werden“, bedauern Monika Kluck und Brigitte Kockmann. Sie blättern gemeinsam in alten Fotos und Zeitungsausschnitten, die die lange Geschichte der kfd-Radtouren dokumentieren.

Begonnen hat die Tradition der Radtouren der kfd schon vor 40 Jahren: 1981 schwangen sich zum ersten Mal die Mitglieder der Frauengemeinschaft, damals noch unter der Leitung von Klärchen Feldmann, auf die Räder. Ihr Ziel: Ein Picknick im Ludwigswald. In den 90er Jahren übernahm Monika Kluck die Leitung der jährlichen Radtouren. Schnell sind die Erinnerungen wieder da an lustige Begebenheiten und viele fröhliche Stunden.

„Um schöne Wege zu fahren, müssen wir gar nicht in die Ferne reisen“, ist die Erfahrung von Monika Kluck. Um den Mitradlerinnen einen schönen Tag zu bieten, war eine genaue Vorbereitung nötig. „Natürlich ohne Handy und Navi am Rad, sondern alles per Hand aufgeschrieben“, lacht sie. Mit ihrem Ehemann Ewald, der rund um Saerbeck und weit darüber hinaus die besten „Pättkes“ für Radler kennt, wurden die Strecken ausgetüftelt und vorher abgefahren. „So wenig wie möglich Hauptstraßen oder übliche Radwege“, war die Devise.

Als „Wiedererkennung“ und Orientierungshilfen wurden an Weggabelungen Richtung weisende rote Isolierbänder an Bäumen angebracht. Genauso wichtig ist die Auswahl der Gaststätten für ein kräftiges Frühstück oder leckeren Kaffee und Kuchen. „Auch das haben wir vorher genau ausgekundschaftet“, berichtet Monika Kluck. „Die Vorbereitung und die Touren selber haben immer viel Spaß gemacht.“

Die aufkommenden E-Bikes waren eine neue Herausforderung, boten aber die Möglichkeit, Steigungen am Rande des Teutoburger Waldes problemlos mit in den Routenplan einzubeziehen. „Das war eine wunderbare Tour über traumhafte Wege, die wir noch nie gefahren sind“, so das Lob, das sie von den Teilnehmerinnen immer wieder hörte.

„Es war wirklich eine schöne Aufgabe. Aber für mich ist jetzt Schluss“, sagt Monika Kluck. Die 78-Jährige möchte die Verantwortung für die Planung und Durchführung der kfd-Radtouren jetzt in jüngere Hände geben.

„Tausend Dank“, sagte jetzt Brigitte Kockmann im Namen der kfd. „Die Touren waren immer ein Genuss für alle.“ Gerne möchte die kfd das Angebot, gemeinsam aufs Rad zu steigen und schöne Wege zu fahren, weiter aufrechterhalten und im nächsten Jahr den Programmpunkt wieder aufnehmen. „Dafür suchen wir neue Wege und kreative Mitradlerinnen, die Spaß daran haben, eine gemeinsame Tour vorzubereiten“, hoffen Brigitte Kockmann und auch Monika Kluck, dass die Tradition der kfd-Radtouren weitergeführt werden kann.

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