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Vortrag von Dr. Heinz Günther Stobbe

Mit Waffen drohen – ethisch vertretbar?

Saerbeck

Krieg und Frieden sind große Worte. Zum Themenkomplex rund um die Geschehnisse in der Ukraine spricht Dr. Heinz Günther Stobbe aus Münster am kommenden Montag auf Einladung des katholischen Bildungswerkes.

Der emeritierte Prof. Stobbe ist einer der bekanntesten Friedensforscher in Deutschland. Foto: Oliver Müller / Bistum Essen

Von der Zeitenwende ist in diesen Tagen häufig die Rede. Ein Politiker sprach von der Rückkehr von der Friedenspolitik zur Sicherheitspolitik – was für eine sprachliche Diffamierung. Verantwortliche Friedenspolitik und auch die Friedensbewegungen hatte immer die Sicherheit im Blick und einer notwendigen Sicherheitspolitik geht es ganz selbstverständlich um den Frieden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Doch alte Worte und Fragen kehren zurück – es geht wieder um Abschreckung, die Bundeswehr erhält Milliarden, ein nuklearer Weltkrieg droht erneut am Horizont. Kommt oder ist der Kalte Krieg zurück? Ist es ethisch verantwortlich, mit Waffen zu drohen, die die ganze Welt vernichten könnten? Oder bleibt die Forderung der Friedensbewegung „Frieden schaffen ohne Waffen“ auch in diesen Tagen richtig? Wie geht Sicherheitspolitik als Friedenspolitik?

Das Katholische Bildungswerk Saerbeck möchte zu diesen schweren Fragen zu einem Vortragsabend einladen. Am Montag, 11. April, spricht Prof. Dr. Heinz Günther Stobbe aus Münster um 19.30 Uhr im Pfarrheim zu dem Thema: „Krieg darf um Gottes Willen nicht sein – Gibt es den gerechten Krieg?“ Der emeritierte Prof. Stobbe ist katholischer Theologe und einer der bekanntesten Friedensforscher in Deutschland. Er stand immer den kirchlichen Friedensbewegungen nahe, spricht sich aber jetzt in einer Stellungnahme der deutschen Bischofskonferenz auch sehr deutlich für notwendige militärische Aufstockungen aus. Was sagt er aus christlicher und ethischer Sicht zu diesen Fragen, die in der „Zeitenwende“ viele Menschen umtreiben? Das Kath. Bildungswerk lädt ganz herzlich ein. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die Ukraine wird gebeten.

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