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Verwaltung führt neues Terminbuchungssystem ein

Online zum Date mit dem Rathaus

Saerbeck

Vor Corona war keine Rede davon, seitdem aber Kontakte wegen des Virus möglichst vermieden werden sollen, wird auch im Saerbecker Rathaus der Publikumsverkehr gelenkt und reglementiert. Wer etwa einen Personalausweis beantragen will, benötigt einen Termin, der zuvor telefonisch vereinbart wird. Zusätzlich hat die Verwaltung jetzt auf der Homepage der Gemeinde ein Online-Buchungssystem installiert.

Von Katja Niemeyer

Projektleiterin Nadine Schürmann und Hauptamtsleiter Jürgen Hölscher präsentieren das neue Online-Terminbuchungssystem der Gemeinde. Am Mittwoch wurde es freigeschaltet. Foto: Katja Niemeyer

Vor Corona war keine Rede davon, seitdem aber Kontakte wegen des Virus möglichst vermieden werden sollen, wird auch im Saerbecker Rathaus der Publikumsverkehr gelenkt und reglementiert. Wer einen Personalausweis beantragen oder sein Auto abmelden will, benötigt einen Termin. Hierfür greift man bislang zum Hörer und vereinbart Tag und Uhrzeit. Das ist zwar weiterhin möglich. Zusätzlich hat die Verwaltung jetzt aber auf der Homepage der Gemeinde eine Plattform installiert, auf der Termine online gebucht werden können.

Mit wenigen Klicks können Bürgerinnen und Bürger dort einen Zeitraum reservieren. Meist sind es 15 Minuten, in denen ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin der Verwaltung dann zur Verfügung steht, etwa bei Pass- und Ausweisangelegenheiten. Für eine Einbürgerung hingegen wird mit einer Stunde kalkuliert. Zu jeder Dienstleistung wird außerdem aufgezeigt, welche Unterlagen zu dem Termin mitgebracht werden müssen. Bei einer Kfz-Abmeldung etwa müssen Personalausweis, Kennzeichen und die Zulassungsbescheinigung (Teil I) vorgelegt werden.

Hauptamtsleiter Jürgen Hölscher

Für insgesamt 26 Dienstleistungen können die Saerbeckerinnen und Saerbecker seit Mittwoch auf diese Weise an einen Termin im Rathaus gelangen. Dass das Buchungssystem auf weitere Bereiche ausgeweitet wird, ist sehr wahrscheinlich, wie Hauptamtsleiter Jürgen Hölscher bestätigt: „Von Steueramt bis Bauamt ist theoretisch alles möglich.“

Zunächst will die Verwaltung aber Erfahrungen sammeln und gegebenenfalls nachjustieren. Auch will sie wissen, wie das Angebot einer Terminbuchung im Internet überhaupt angenommen wird. Diesbezüglich besteht aber wohl kein Anlass zur Sorge. Schon kurz nach der Freischaltung ist der Kalender gut gefüllt, weiß Projektleiterin Nadine Schürmann. Sie hat in den vergangenen sechs Wochen die Dienstleistungen herausgefiltert, die zunächst für eine Online-Buchung in Frage kommen. Und hat die jeweils benötigte Zeit kalkuliert und die Unterlagen aufgelistet, die verlangt werden. Zurzeit ist sie damit beschäftigt, die bisher telefonisch vereinbarten Termine in den Online-Kalender einzupflegen.

Terminvergabe hat Vorteile für alle

Dass man grundsätzlich nur mit einem Termin ins Rathaus kommt, daran will die Verwaltung auch unabhängig von Corona festhalten. Das hat sich für alle Beteiligten als vorteilhaft erwiesen. Die Sachbearbeiter und Sachbearbeiterinnen können sich so besser auf die Aufgaben einstellen und sich gegebenenfalls vorbereiten. Und für die Bürgerinnen und Bürger entfällt die teils nervige Wartezeit. „Das läuft sehr gut“, ist Schürmann überzeugt.

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