1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Saerbeck
  6. >
  7. Songs über Armut und Rassismus

  8. >

Am Montag startet an der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule ein Rap-Workshop

Songs über Armut und Rassismus

Saerbeck

An der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule startet am Montag ein Rap-Workshop.

Von Katja Niemeyerund

Laden Schülerinnen und Schüler zu einem Rap-Workshop an der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule ein: der didaktische Leiter Niels Effelsberg und Schulsozialarbeiter Benjamin Stock (v.l.). Foto: Katja Niemeyer

Seine Eltern kommen aus der Republik Kongo. Er selbst wuchs in Berlin-Neukölln auf und bringt heute Kindern und Jugendlichen Rappen bei. Ab kommenden Montag ist Matondo Castlo, der auch Erzieher ist, für fünf Tage Gast-Dozent an der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule. Sein Saerbecker Rap-Workshop wird unter anderem von Wirtschaftsunternehmen finanziell unterstützt und ist deshalb für alle Teilnehmer kostenlos.

An dem Projekt beteiligt ist auch das HK Dancestudio. Es studiert eine Choreographie zu dem Rap-Song ein, den Matondo Castlo mit den Kids produziert. Am 16. Juli wird das Stück aufgeführt und als Video aufgenommen.

„Mit dem Projekt möchten wir ein Stück weit das auffangen, was während des Corona-Lockdowns und im Distanzunterricht zu kurz gekommen ist – nämlich gemeinsames Erleben und Lernen“, wirbt Niels Effelsberg, didaktischer Leiter an der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG), für den Workshop, der Teil des Ferienprogramms ist. Außerdem soll er dazu beitragen, dass die Schüler und Schülerinnen Rassismus und Diskriminierung im Alltag mutig entgegentreten. Die MKG ist bekanntlich Mitglied in dem deutschlandweiten Netzwerk „Schule ohne Rassismus. Schule mit Courage“.

„Ziel ist es, Teilhabe nach den Entbehrungen der Corona-Pandemie zu ermöglichen und eine Verknüpfung zu alltagsrassistischen, ausgrenzenden und fremdenfeindlichen Themen über den Rap und den Hip Hop zu ermöglichen“, sagt Schulsozialarbeiter Benjamin Stock, der den Workshop organisiert hat.

Matondo Castlo ist ausdrücklich kein Gangsta-Rapper. Seine Songs handeln von Jugendarmut, Rassismus und Diskriminierung. In ihnen kommen die Jüdin Anne Frank, die 1945 in einem Konzentrationslager des Nazis zu Tode kam, und Georg Floyd vor, der 2020 in Minneapolis während einer Festnahme von einem Polizisten ermordet wurde.

Das Rap-Projekt wird unter anderem von der Bundeskoordination der Aktion Schule ohne Rassismus/ Schule mit Courage, der Sparkasse Saerbeck, der Firma Wolters und der Firma Saertex aus Saerbeck sowie dem Förderverein der MKG unterstützt.

Übrigens: Das Saerbecker Jugendzentrum JuZe wird unter Leitung von Gabriele Grothaus-Schreiber die Gruppen mit leichten, sommerlichen Snacks.

Startseite