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Bürgerschützenverein Saerbeck-Dorf veranstaltet erstmals nach drei Jahren wieder ein Osterfeuer

Warten auf Fackellauf hat ein Ende

Saerbeck

Im Juni sind es drei Jahre her, dass Mirko Krampe König des BSV Saerbeck-Dorf wurde. Und fast so lange wartet er nun darauf, das traditionelle Osterfeuer entzünden zu können. Wegen der Corona-Pandemie waren nicht nur die Schützenfeste, sondern war auch dieses für Saerbeck große Event zwei Mal abgesagt worden. Am Ostersonntag hat zumindest in dieser Hinsicht das Warten für Mirko Krampe ein Ende.

Von Katja Niemeyer

Nach dreijähriger coronabedingter Zwangspause sollen am Ostersonntag wieder Osterfeuer in Saerbeck brennen. Foto: Alfred Riese

Nicht mehr lange und es sind drei Jahre her, dass Mirko Krampe im Schützenwäldchen am Sportplatz den Holzvogel runterholte. Mangels eines Nachfolgers harrt er seither als König des Bürgerschützenvereins Saerbeck-Dorf der Dinge. Und fast genauso lange wartet er auch darauf, das traditionelle Osterfeuer entzünden zu können. Wegen der Corona-Pandemie waren nicht nur die Schützenfeste, sondern war auch dieses für Saerbeck große Event zwei Mal in Folge abgesagt worden. Am Ostersonntag (17. April) hat zumindest in dieser Hinsicht das Warten für Mirko Krampe ein Ende.

An dem Tag wird der Schützenkönig gegen Abend die St.-Georg-Kirche betreten, in der Hand eine Fackel, die er an der Osterkerze entzündet. Mit der Fackel läuft er zu dem großen Haufen aus Busch- und Strauchwerk, der in den Wochen zuvor angesammelt worden war, und steckt ihn an. So wie es seit mehr als 50 Jahren Tradition ist in der Gemeinde.

Eine Änderung in den Regieanweisungen gibt es allerdings: Das Osterfeuer, das in der Regel 400 bis 500 Besucher und Besucherinnen anlockt, wird nicht wie sonst auf Lehmanns Wiese lodern, sondern auf einem Platz zwischen dem Reiterhof Ottmann und dem Sportplatz 4 des SC Falke. Der neue Standort, heißt es im Ordnungsamt der Gemeinde, sei mit Blick auf vorgeschriebene Abstände zu Wohnhäusern und Wäldern besser geeignet für die Veranstaltung.

Der Osterfeuerlaune dürfte der Ortswechsel aber keinen Abbruch tun. Wie gewohnt spielt das Kolping-Blasorchester auf, fährt der Schützenwagen mit kühlen Getränken vor und werden Bratwürstchen gegrillt. Um 20 Uhr soll es losgehen.

Holzanlieferungen

Für Hövel und die rund 250 Mitglieder des Vereins ist das Osterfeuer der Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen, die wegen des Virus immer wieder gestrichen worden waren. Es markiert die Rückkehr in eine Normalität, die geprägt sein wird von dem 225-jährigen Jubiläum, das, wie berichtet, im Juni mit einem fünftägigen Fest groß gefeiert werden soll.

Der Vorsitzende freut sich, dass das Osterfeuer „endlich wieder stattfinden und damit das ganze Dorf zusammenkommen kann“. Davon abgesehen sind die Bürgerschützen Saerbeck-Dorf aber auch angewiesen auf die Einnahmen, die der Getränke- und Würstchen-Verkauf in die Vereinskasse spült. Denn die Jubiläumsfeierlichkeiten mit unter anderem 400 geladenen Gästen, einem vierstündigen bunten Unterhaltungsprogramm und Sternmarsch werden nicht billig sein. Für Festzelt, Equipment, Schießwart, Kutschen, Wappen und Orden wird eine erkleckliche Summe zusammenkommen, lässt Hövel durchblicken.

Das Osterfeuer des Saerbecker BSV wird nicht das einzige sein, das am Ostersonntag den Himmel über der Klimakommune erhellt. So hat auch die Interessengemeinschaft der Bauerschaft Middendorf bereits ein Feuer angemeldet. Der Standort wird sich in der Nähe der Pension Gildehaus befinden. Von dem Bürgerschützenverein Sinningen und der Landjugend Westladbergen, die ebenfalls für gewöhnlich Osterfeuer organisieren, liegen dem Ordnungsamt noch keine entsprechenden Anmeldungen vor. Hierfür haben sie aber auch noch Zeit. Erst Ende dieses Monats läuft die Frist ab.

Der Bürgerschützenverein Saerbeck-Dorf lädt am Sonntag, 10. April, 11 Uhr, zu einer Halbjahresversammlung ins Vereinslokal Dahm´s Hoff ein.

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