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Anmeldeportal zum Stadtradeln-Wettbewerb 2022 ist geöffnet

Ab Himmelfahrt in die Pedale treten

Steinfurt

Die Stadtradeln-Bilanz des Vorjahres war rekordverdächtig: Fast 1300 Teilnehmer und über 213 000 geradelte Kilometer bedeuteten eine Verdoppelung der Zahlen im Vergleich zum Jahr davor. Da wird es anno 2022 sicher schwer werden, das nochmals zu toppen, oder?

Von Ralph Schippers

Bei der Klimaschutzkampagne Stadtradeln vermochte die Kreisstadt bei ihren bisher vier Teilnahmen stets besondere Ausrufezeichen zu setzen. Gelingt das auch in diesem Jahr? Foto: dpa-tmn

Die Stadtradeln-Bilanz des Vorjahres war rekordverdächtig: Fast 1300 Teilnehmer und über 213 000 geradelte Kilometer bedeuteten eine Verdoppelung der Zahlen im Vergleich zum Jahr davor. Da wird es anno 2022 sicher schwer werden, das nochmals zu toppen, oder? „Klar, ich würde mir gerne noch eine Steigerung wünschen, wäre aber auch zufrieden, wenn wir das Niveau des Vorjahres halten können“, sagt Klimaschutzmanager Simon Möser, der auch in diesem Jahr die Fäden bei der Vorbereitung und Durchführung der Klimaschutzkampagne in den Händen hält.

Den bisherigen Anmeldezahlen zufolge, Stand Dienstag, lagen knapp 300 Zusagen vor, sei man auf gutem Weg, so Möser weiter. Das Gros sei erwartungsgemäß aber erst in den letzten beiden Wochen vor dem Startschuss zu erwarten. Dieser wird am 26. Mai (Christi Himmelfahrt) erfolgen. Um einen motivierenden Startimpuls zu geben, ist eine Sternfahrt über die Radbahn Münsterland nach Rheine zum dortigen Stadtfest geplant. In den dann folgenden drei Wochen sind die am Wettbewerb teilnehmenden Steinfurter – das können Bürger der Stadt sein, aber auch am Ort Arbeitende oder zur Schule Gehende – dann aufgefordert, möglichst viele Radkilometer zu sammeln. Im Idealfall sind das solche, die eine Autofahrt ersetzen. Jeder kann ein Stadtradeln-Team gründen (Stand Mittwoch waren es bereits 42) beziehungsweise einem beitreten. Einzelradler ohne Gruppe fahren im „Offenen Team“ mit. Die geradelten Kilometer können über die Internetseite der Klimaschutzkampagne oder über die Stadtradeln-App eingetragen werden. Dank Sponsorenunterstützung werden die erfolgreichsten Teilnehmer und Teams auch in diesem Jahr mit Präsenten belohnt. Möser hofft, das es dieses Mal wieder möglich sein wird, das in einem gemeinsamen feierlichen Rahmen zu tun.

In erster Linie sei das Stadtradeln ein „Event für die Umwelt“, sagt Möser. Es gelte, CO2 einzusparen und ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. Das dabei auch wieder zahlreiche Kommunalpolitiker mit im Boot sind, freut den Klimaschutzmanager ganz besonders. „Ihre Teilnahme ist aufgrund der Multiplikatoren-Wirkung besonders wichtig.“

Für viele sicherlich ein Argument ist aber auch das Geldsparen. Denn durch die angesichts des Krieges in der Ukraine stark gestiegenen Spritpreise bekommt die Kampagne eine weitere Dimension. Jeder Kilometer, der nicht mit dem Auto zurückgelegt wird, spart bares Geld. Das gilt für den Weg zum Bäcker genauso wie für die Pendelfahrt zur Arbeit oder zum Einkaufen mit dem Lastenanhänger im Schlepptau. Simon Möser: „Es kann wirklich jeder mitmachen, gerne auch wieder viele Vereine und Schulen.“ Am Ende zähle jeder Kilometer.

2022 ist bereits das fünfte Mal, in dem die Kreisstadt an der Klimaschutzkampagne teilnimmt – bislang Jahr für Jahr mit größerer Resonanz. Der Wettbewerb kommt auch regional hervorragend an: Bundesweit liegt der Kreis Steinfurt bei den Teilnehmerzahlen mittlerweile an der Spitze.

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