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Nachfolger gewählt

André Schwietert führt die CDU

Steinfurt

Die Steinfurter CDU hat einen neuen Vorsitzenden. André Schwietert. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende setzte sich souverän bei der Wahl am Freitag durch. Auch bei der Besetzung der übrigen Vorstandsposten bewies die Partei Schulterschluss.

Der Vorstand des CDU-Stadtverbandes wurde am Freitagabend neu gewählt. Von links: Pressesprecher Dieter Chilla, Beisitzer Jan Röschenkämpfer, Kassierer Michael Freitag, Beisitzer Rolf Diekmann, Mitgliederbeauftragter Werner Frenker, Beisitzerin Annemarie Deiters, Vorsitzender André Schwietert, Schriftführer Hagen Libeau, stellvertretender Vorsitzender Daniel Breilmann, Geschäftsführer Leonhard Jiresch, Beisitzer Günter Schwarte, stellvertretender Vorsitzender Jörg Nimbach, stellvertretender Schriftführer Cliff Okoro. Foto: Axel Roll

Ja, die Familienplanung sei mit zwei Kindern abgeschlossen, versicherte der neue Vorsitzende der Steinfurter CDU augenzwinkernd. Damit wollte An­dré Schwietert die Mitglieder beruhigen: Ein Rücktritt aus persönlichen Gründen, wie ihn sein Vorgänger Jan Röschen­kämper (diese Zeitung berichtete ausführlich) zuvor vollzogen hatte, sei bei ihm nicht zu befürchten. Das Ergebnis für den neuen Vorsitzenden des Stadtverbandes fiel entsprechend deutlich aus: Von 40 wahlberechtigten Mitgliedern gab es am Freitagabend in der Gaststätte Börger nur eine Gegenstimme. Und auch bei der Besetzung der übrigen Posten im Vorstand demonstrierten die Steinfurter Christdemokraten Einigkeit.

„Ich möchte die Stadt mit der Kraft der Orts-CDU besser machen“, erläuterte der 37-jährige André Schwietert vor dem entscheidenden Wahlgang seine Idee von Führung. „Sich austauschen, zuhören, ringen und eine Lösung finden“, so definiert Schwietert, der parallel in der Ratsfraktion den stellvertretenden Vorsitz zusammen mit Ralf Stegemann innehat, das Wir-Gefühl in der Ortspartei. Er setzt dabei auf eine noch engere Kooperation mit der Fraktion. Zur Einbindung der Mitglieder kündigt André Schwietert, der erst seit der letzten Kommunalwahl Mitglied des Stadtparlamentes ist, einen Zukunftsworkshop an.

Neu im vierblättrigen Führungskleeblatt von Vorsitz und Stellvertretern ist Doris Stahlhut, bislang stellvertretende Schriftführerin, die für Rolf Diekmann nachrückte, der wiederum auf einen Beisitzerposten wechselt.

Dass niemand anders als die CDU die politische Richtung im Rat vorgeben dürfe, machte Fraktionschef Sebastian Buck unter dem Applaus seiner Zuhörer deutlich. „Wir müssen Präsenz zeigen, wo immer es nur geht“, betonte er. Schul- und Stadtentwicklung, Digitalisierung, Wohnen, Klimaschutz, die Herausforderungen und Weichenstellungen seien vielfältig. Und schwierig. „Wir hatten im letzten Haushalt eine Unterdeckung von vier Millionen Euro. Die wird im nächsten Jahr massiv steigen“, so Buck. Geplante Projekte müssten schnell umgesetzt werden. Bevor das Geld ausgeht. „Ich habe große Angst, dass uns die Zeit davonläuft.“

Die letzte offizielle Amtshandlung von Jan Röschenkämper als alter Stadtverbandsvorsitzender war die Rückschau auf seine zweieinhalbjährige Tätigkeit. Dabei hob er die Einigkeit von Partei und Fraktion hervor. Das gute Miteinander habe sich auch in den drei Wahlkämpfen – Kommunal, Landtag, Bundestag – gezeigt. Die Kooperation mit den anderen Ratsparteien bezeichnete Röschenkämper als positiv.

Kreisvorsitzende Christina Schulze Föcking führte als Versammlungsleiterin nicht nur souverän durch die umfangreiche Tagesordnung, sie nutzte eine der vielen Auszählpausen für einen Blick auf ihre Arbeit als stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion. Ihre Einschätzung des neuen Koalitionspartners: „Schwarz-grün, das kann gut funktionieren.“

Finanziell steht die Steinfurter CDU auf gesunden Füßen. Der Kassenbestand ist gewachsen. „Mit dem Guthaben können wir ein paar Jahre überstehen“, so Kassierer Michael Freitag.

Der ehemalige Vorsitzende der Burgsteinfurter CDU, Horst Gärtner, hatte zu seiner Ehrung für seine 65-jährige Mitgliedschaft nicht nur sein altes Mitgliedsheft mitgebracht, sondern den WN-Zeitungsartikel, in dem die Weitergabe des Staffelstabes im Jahr 1990 an Sigrid Spenneberg beschrieben wird. „Die erste Frau in so einer Position, das war damals was Besonderes“, betonte Christina Schulze Föcking.

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