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Bettenhaus für das Marienhospital

Baustellenschild steht schon mal

Borghorst

Mit dem Aufbau des großen Baustellenschildes ist noch lange nicht klar, wann der erste Spatenstich für das Bettenhaus am Marienhospital erfolgen kann.

Von Axel Roll

Das Baustellenschild für den Neubau des Bettenhauses steht. Ein Termin für den ersten Spatenstich gibt es noch nicht. Zuvor müssen eine Reihe von vorbereitenden Maßnahmen abgeschlossen werden. Foto: Axel Roll

Ein Baustellenschild mit Beleuchtung macht noch keine Baustelle. Im Falle des Borghorster Marienhospitals bedeutet das: Auch wenn gerade ein riesiger blau-weißer Blech-Hinweis vom Bau des lange geplanten Bettenhauses kündet, steht noch nicht fest, wann tatsächlich der erste Spatenstich für das Projekt, das neben dem Bettenhaus weitere Neubauten vorsieht, erfolgt. 31,8 Millionen Euro sollen, so der Stand Dezember 2019, insgesamt investiert werden. Das Land hat seinen Förderbescheid in Höhe von 15,25 Millionen Euro im Dezember 2019 feierlich in Borghorst überreicht. Eine Million Euro liegen abholbereit bei der Stadt. Sie hatte den Betrag für die Rettung des Krankenhauses 2016 zugesagt.

Dass es bislang keinen Terminplan für den Beginn der Bauarbeiten gibt, begründet die Leitung des Marienhospitals mit den „vorbereitenden Maßnahmen, die viel Organisation innerhalb des Krankenhauses erforderten.

So ist gerade erst die Verwaltung aus ihrem angestammten Trakt im Hospital an die Emsdettener Straße umgezogen. „Einer von vielen Schritten, um den Neubau des Bettenhauses vorzubereiten“, so Krankenhaus-Sprecherin Katharina Krüger. Auf dem Gelände des Verwaltungstraktes soll das neue Bettenhaus in zwei Abschnitten entstehen.

Derzeit befinden sich an der Stelle noch die Umkleiden für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflege sowie weitere Büros. „Für diese Räumlichkeiten wird derzeit Platz in den Bestandsgebäuden hergerichtet“, erläuterte Katharina Krüger auf Anfrage.

Dafür sei das ehemalige Wohnheim 2 vollständig renoviert worden. Derzeit würden dort die Arbeitsplätze eingerichtet. Weiterhin soll die Liegendanfahrt für die Zentrale Notaufnahme verlegt werden.

Nach den 2019 vorgestellten Planungen soll das Borghorster Marienhospital neben dem Betten- und Pflegehaus einen Neubau für geriatrische Frührehabilitation, einen für acht Dialyseplätze, eine neue Liegendanfahrt inklusive umgebauter Notfallversorgung und -praxis, eine barrierefreie Eingangshalle sowie eine modernisierte Energiezentrale erhalten.

Ein geplanter Baubeginn musste seit der Übernahme des Marienhospitals durch das Universitätsklinikum Münster schon häufiger in die Zeit gesetzt werden. Dabei hatte das UKM bei der Übernahme den 120-Betten-Bau immer wieder als elementar für eine wirtschaftliche Führung des Hauses bezeichnet. Anfang 2017 nannte der damalige Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Norbert Roeder als Termin für den Baubeginn Herbst 2017. Im Dezember 2019 sollte es dann Mitte 2020 losgehen.

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