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14. Auflage des Blaugelben Salons

Besondere Klangerlebnisse in der Bagno-Konzertgalerie

Burgsteinfurt

„Seien Sie gespannt auf das Xenon Saxofon Quartet“, so die Sprecherin der „West-Münsterländer Schwestern“, Birgit Schmale-Borgers, in ihrer Begrüßung in der Bagno-Konzertgalerie.

Von Martin Fahlbusch

Lukas Stappenbeck (Tenorsaxofon), Anže Rupnik (Altsaxofon), Benjamin Reicherl (Baritonsaxofon) und Álvaro Arias (Tenorsaxofon, v.l.) traten in der Bagno-Konzertgalerie auf. Foto: mfa

Für die 14. Auflage des Blaugelben Salons in der Bagno-Konzertgalerie des Soroptimist Club Münsterland-West hatte sich das Wetter gegenüber dem Vortag etwas mehr ins Zeug gelegt. Es war zwar vorsommerlicher geworden, es blieb aber durchwachsen. Die äußeren Bedingungen waren jedoch eigentlich zweitrangig, denn die Verantwortlichen dieses besonderen Clubs („Soroptimisten = Sorores optimae = Die besten Schwestern“) strahlten schon bei der Begrüßung so umwerfend und froh gelaunt, dass der Funke augenblicklich auf die vielen Gäste übersprang.

Landrat

„Wir sind begeistert, dass wir nach den zwei Jahren der nervigen Pandemie sofort wieder ein volles Haus haben, uns in diesem tollen Ambiente treffen können, um Kontakte aufzufrischen und neu zu knüpfen und vor allen Dingen wieder Kultur genießen können. Seien Sie gespannt auf das Xenon Saxofon Quartet“, so die Sprecherin der „West-Münsterländer Schwestern“, Birgit Schmale-Borgers. Neben vielen Vertreterinnen befreundeter Organisationen war sie dankbar für den Besuch von Nina Gronau, der Vizepräsidentin von Soroptimist Deutschland, und vom Steinfurter Landrat Dr. Martin Sommer mit seine Frau Tram als Schirmherr und Ehrengäste. „Wir sind Bestandteil einer der weltweit größten Service-Organisation berufstätiger Frauen. Wir nehmen Stellung zu gesellschaftspolitisch wichtigen Fragen und pflegen den erwähnten Servicegedanken durch die Unterstützung sozialer Projekte. Dabei setzen wir uns vor allem für die Belange von Frauen und Mädchen ein“, umriss Birgit Schmale-Borgers Ziele, Intentionen und konkrete Arbeitsweisen ihrer Organisation.

Ukraine

Nicht unerwähnt ließ sie selbstredend, dass die Farben Blau und Gelb in diesem Jahr eine schreckliche aktuelle Bedeutung durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine bekommen hätten. „Die unglaubliche Brutalität gegenüber Menschen und die eiskalte Zerstörung des Landes machen uns fassungslos. Wir wollen mit dieser Veranstaltung natürlich zur Unterstützung der Ukrainer und der Flüchtenden beitragen und werden über unsere internationalen Netzwerke mit dafür sorgen, dass dringend erforderliches medizinisches Material für Krankenhäuser beschafft und die Gesundheitsversorgung optimiert werden kann“, so die Sprecherin.

Wie eigentlich immer war es den Soroptimistinnen gelungen, mit dem „Xenon Saxofone Quartet“ einen funkelnden musikalischen Akzent ins Bagno zu holen. Lukas Stappenbeck (Sopransaxofon), Anže Rupnik (Altsaxofon), Benjamin Reichel (Baritonsaxofon) und Álvaro Arias führten dem staunenden Publikum die Wandlungsfähigkeit und den besonderen Charme dieser für den Konzertsaal eher ungewöhnlichen Instrumentengruppe vor Ohren. So wurde Musik von Edvard Grieg (Auszüge aus der Suite „Aus Holbergs Zeit“) oder Mozarts „Preußisches“ Quartett Nr. 21, KV oder gar „Prélude, Fugue et Variation op.18“ von César Franck in höchst interessanten Klangerlebnissen vorgestellt. Und die speziell für Saxofone komponierten oder arrangierten Werke von Guillermo Lago („Städtebilder“) oder Tango-Adaptionen von Astor Piazzolla („Adios Nonino) zeugten dabei von den bemerkenswerten musikalischen Fertigkeiten und der interpretatorischen Raffinesse dieser „Viererbande“

Zugabe

Nicht erst die drei Zugaben rissen die vielen begeisterten Zuhörer regelrecht von den Stühlen. Fest stand am Ende, dass niemand sich wieder zwei Jahre bis zu einer Neuauflage des Blaugelben Salon der Soroptimist Club Münsterland-West gedulden möchte.

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