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Neues zur Blechschild-Bande

Beute zurück – fast alles im Lack

Steinfurt

Die Blechschilder-Diebe haben ihre Beute zurückgebracht und sich entschuldigt. Damit ist für Autohaus-Besitzer Maik Stücken die Sache erledigt.

Kaum zu glauben: Die drei Schilder-Diebe haben sich bei ihrer Tat von einem Kumpel fotografieren und filmen lassen.

Man kennt das ja mittlerweile. Auf den Internet-Kanälen ist die Aufregung sehr schnell sehr groß. Und genauso zügig ist dann wieder Entspannung angesagt. Im vorliegenden Fall ist der Blutdruck bei allen Beteiligten aber auch ganz real wieder auf Normalpegel.

Unsere Leser erinnern sich an die Blechschild-Diebe, die sich am Wochenende mit ihrer Tat vor einem Borghorster Autohaus plötzlich auf der Bildchen-Plattform Instagram wiederfanden? Maik Stücken als Eigner der Ford-Dependance hatte aufgrund des Beweisvideos die Jugendlichen aufgefordert, die beiden Kennzeichen-Platzhalter unverzüglich zurückzubringen und sich zu entschuldigen. Frist war der heutige Freitag. Sonst wäre Stücken zur Polizei gegangen.

Jungs bringen die "Beute" zurück

Wäre. Denn schon am Mittwochabend war alles wieder im Lack. „Die Jungs waren bei mir, haben sich in aller Form entschuldigt und die Schilder heile zurückgegeben“, berichtet Maik Stücken. Damit ist für ihn die Sache erledigt. Er ist geneigt, den Diebstahl als Dumme-Jungen-Streich zu den Akten zu legen. Zum Abschied hätten sogar alle einmal gelacht.

Das ist Teil eins der Geschichte. Und wie es aussieht, muss Teil zwei ebenfalls umgeschrieben werden. Denn wie die reuigen Täter erzählen, waren es sie nicht selbst, die den Abschraub-Mini-Thriller via Internet einem Welt-Publikum zugänglich gemacht haben.

Instagram-Video stammt gar nicht von Dieben selbst

Nach ihrer Version haben sie am Wochenende beim Schützenfest einige Mädchen kennengelernt, mit denen sie von der Festivität Richtung Heimat geschlendert seien.

Am Tatort dann hätten die weiblichen Begleiterinnen ihr Handy gezückt, um den Schilder-Klau zu dokumentieren. Und sie seien es auch gewesen, die die Aufnahmen später ins Netz gestellt hätten – ohne die Täter vorher zu fragen. Diesen eklatanten Verstoß gegen ihre Persönlichkeitsrechte zu ahnden, sei schwierig. Die jungen Damen sind den Dreien nicht bekannt.

Damit also alles halb so wild? Nicht alles. Die Kommentare, die sich auf den (a)sozialen Plattformen unter dem Beitrag wiederfinden, die sind am Ende das wirklich Erschreckende. Aber auch diese Tatsache ist mittlerweile ja keine Ausnahme mehr.

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