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Antrag an die Verwaltung enthält drei Vorschläge für ein Boulodrom

Boule-Sportler suchen ein neues Zuhause

Burgsteinfurt

Die BSB-Boule-Gruppe muss bald von ihrem Platz am Arnoldinum wegziehen. Sie selbst schlägt der Verwaltung drei Alternativen für ein Boulodrom vor.

-ar-

Boule hat sich auch in Steinfurt zu einer Trendsportart entwickelt. Die Abteilung des Breitensports sucht ein zukunftssicheres Gelände. Foto:

Die BSB-Bouler machen sich Sorgen um ihre Zukunft. Wenn ihr Platz am Burgsteinfurter Arnoldinum in absehbarer Zeit einer Bebauung weichen muss, stehen die Freunde des beliebten Kugelsports ohne Spielbahn da. Darum haben die BSBler jetzt einen Antrag an die Stadt formuliert, für sie doch einen Platz in Burgsteinfurt anzulegen. Und sie haben auch schon einige Ideen, wo sie ihrer Leidenschaft am liebsten frönen würden. . .

„Bei uns spielen vom Anfänger bis zum Liga-Spieler alle zusammen. Das ist ein Zeichen für das Miteinander“, macht Erich Altemühle Mitglied der Boule-Gruppe deutlich. Weiterhin seien Inklusion und Migration keine leeren Worthülsen, sondern „gelebtes Tagesgeschehen“. Außerdem sei das Anlegen eines Bouleplatzes vom finanziellen wie vom baulichen Aufwand her keine große Sache. Eine wassergebundene Decke, wie sie auf vielen Wegen im Stadtgebiet zu finden sei, reiche völlig aus. Wie im Antrag des BSB ausgeführt, wären ein Unterstand, eine solarbetriebene Beleuchtung sowie Toiletten in der Nähe wünschenswert.

Auf der Prioritätenliste ganz weit oben steht für die Boule-Freunde das Arnoldinum. Dort befindet sich bereits der Materialkeller der Breitensportler. Die Anlage könne auch für den Schulsport genutzt werden, argumentieren die Antragsteller.

Option Nummer zwei wäre der Sportpark an der Liedekerker Straße. Dort sei eh eine Erweiterung geplant. Für Arnoldinum wie Stadion spreche weiterhin, dass die dortigen Toilettenanlagen mitgenutzt werden könnten.

Als Überbrückung bis zur Fertigstellung, aber auch als Dauerlösung käme weiterhin das Gelände der Vorstädter an Engelings Haar für die Boule-Sportler in Frage. Dort sei eh der Neubau eines Spielplatzes geplant. Die Boulebahn läge in unmittelbarer Nähe zur Radbahn. Eine Kombination, die in einigen anderen Nachbarorten anzutreffen sei und von den Kugelsportlern gerne genutzt werde. Als Beispiele führen die BSBler St. Arnold, Wettringen, Metelen und Darfeld an. „Wir haben diese Boule-Plätze schon mehrfach für die coole Kombination Boule & Bike angefahren“, erzählt Erich Altemühle. In den aufgezählten Gemeinden existiere nicht einmal ein richtiger Boule-Verein.

„Dass wir als Kreisstadt diese vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten noch nicht nutzen können, ist in unseren Augen ein Manko, welches mit relativ geringem Aufwand schnellstmöglich behoben werden sollte“, heißt es im Antrag der BSB-Abteilung.

Nach den Worten von Erich Altemühle ist Boule auch in Steinfurt voll im Trend. Vor Ort gebe es schon einige Liga-Spieler, aber auch sehr viele Anfänger und Fortgeschrittene, die an den Abenden alle gemeinsam spielen würden. Motto: bewegen, begegnen, begeistern.

Das Reizvolle an Boule sei, dass es relativ leicht zu erlernen und von Jugendlichen wie Senioren zu spielen sei, Kommunikation, Integration sowie die Gesundheit fördere.

Das im jüngsten Sportausschuss thematisierte Angebot des Borghorster TC Blau Weiß, doch zur Mettwurst umzuziehen, stößt übrigens auf wenig Gegenliebe der Boule-Fraktion aus Burgsteinfurt.

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