1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Steinfurt
  6. >
  7. Cineastisches „Bang Boom Bang“ im Gewerbegebiet

  8. >

Premiere des Autokinos

Cineastisches „Bang Boom Bang“ im Gewerbegebiet

Steinfurt

Das Warten hat ein Ende: Am Freitag startet das Autokino Steinfurt mit dem Streifen „Bang Boom Bang“. Die Premiere war lange ausgebucht. Die Redaktion schaute im Vorfeld auf dem Gelände im Sonnenschein vorbei, denn die vorbereitenden Aufbauarbeiten waren durchaus aufwendig.

Ralph Schippers

Auf dem Gelände des früheren Steinfurter Wertstoffhofes startet heute das Autokino Steinfurt. Am Donnerstagnachmittag waren die Kinobetreiber und ihr Team mit letzten Vorbereitungsarbeiten beschäftigt. Foto: Ralph Schippers

Offiziell startet das Autokino Steinfurt am Freitag. Am Donnerstagabend indes gibt es schon mal einen Härtetest: In der Vorpremiere genießen Mitglieder des Lions-Clubs Graf Arnold die besondere cineastische Outdoor-Atmosphäre als Erste: Über die acht Meter breite LED-Leinwand auf dem Gelände des früheren Wertstoffhofes im Gewerbegebiet Sonnenschein flimmert der Streifen „Bohemian Rapsody“ – eine biografisches Drama über das Leben des legendären Queen-Frontmanns Freddie Mercury.

„Die Lions sehen das ganz entspannt – das tut gut“, sagte ein noch etwas aufgeregter Tobias Hamer am Nachmittag. Der Kinobetreiber war ganz froh, dass der Steinfurter Club die Vorpremiere gebucht hatte – so konnte er den für ihn neuen Ablauf nochmals unter Realbedingungen testen, bevor es los geht mit dem offiziellen Programm.

Seit Mittwochmorgen waren die Hamers und ihr Team sowie das beauftragte Unternehmen aus Dülmen mit dem Aufbau der Technik für das Autokino beschäftigt. Nicht ganz ohne Komplikationen. „Es stellte sich heraus, dass der Kabelquerschnitt für die Leinwand zu dünn bemessen war“, berichtet Tobias Hamer. Unter Volllast, also unter Einbeziehung von kühlenden Lüftern, hätte dieser nicht ausgereicht. Ein Problem, das, rechtzeitig erkannt, schnell behoben werden konnte.

Einen Tag später blickt der Kinobesitzer schon ein wenig stolz auf die aktive Leuchtdiodentechnik, deren Standfestigkeit tonnenschwere Betonquader als Gegengewicht sichern. Tausende LEDs sorgen für ein brillantes Bild. Idealerweise sollte das Wetter bedeckt sein. „Sonne und Regen sind gleichermaßen suboptimal“, weiß Hamer, der frank und frei zugibt, zuvor selbst nie in einem Autokino gewesen zu sein. „Es hat sich halt nie ergeben.“

Froh seien seine Frau Stefanie und er über den großen Zuspruch, den das Autokino erfährt. Das Programm der ersten vier der insgesamt sechs Wochen des für die Kreisstadt neuen Kinoangebots steht fest und werde bereits sehr gut nachgefragt. Die heutige Premiere mit der Vorführung des Kultfilms „Bang Boom Bang“ war schon seit längerem ausgebucht. „Ich denke, wir haben ein attraktives Programm zusammenbekommen, bei der Zusammenstellung der Vorstellungen der verbleibenden Wochen nehmen wir gerne noch Anregungen entgegen“, so der Kinochef. Das es nun doch „nur“ 65 statt der zunächst geplanten 70 Stellplätze sind, die pro Vorstellung vergeben werden können, stört ihn nicht. „Einige Standplätze wären dann doch zu nah an das anliegende Betriebsgelände der Firma Dönnebrink herangekommen“, nennt er den Grund. Die Dankbarkeit über das Entgegenkommen des Garten- und Landschaftsbauers, der das Projekt maßgeblich unterstützt hat, ist groß. Zwei weitere besondere Unterstützer seien Jörg Nimbach mit seiner Textilien- und Foliendruckfirma sowie Hans Günter Hahn als Hauptsponsor gewesen.

Das gut sechswöchige Autokinoprogramm hält auch drei besondere Veranstaltungen bereit: Die Weltpremiere der lokalen Filmproduktion „Totgeschwiegen“ am 23. März (weitere Vorführungen am 24., 25. und 31. März) , einen ökumenischen Wortgottesdienst der Kirchengemeinden am 28. März sowie ein Comedy-Abend am 29. April.

Aber der Reihe nach: Am Premierentag heißt es zunächst „Bang Boom Bang“.

Startseite
ANZEIGE