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Leerstandsminimierung hat höchste Priorität

Citymanager: Start im Dezember

Steinfurt

Seit Jahresanfang läuft in beiden Stadtteilen das Förderprojekt „Stärkung der Innenstädte“, gefördert durch das Land NRW. Im Ausschuss für Wirtschaftsförderung gab am Mittwoch der Erste Beigeordnete Michael Schell einen Zwischenstand der Umsetzung. Fazit: Erste Erfolge sind da, Luft nach oben indes auch. Viel Hoffnung setzen die Verantwortlichen auf den neuen Citymanager. Er soll im Dezember seine Arbeit aufnehmen.

Von Ralph Schippers

Gegen den Leerstand: Im Ausschuss für Wirtschaftsförderung zog Erster Beigeordneter Michael Schell eine positive Zwischenbilanz der vergünstigten Vermietung von Ladenlokalen dank des Sofortprogramms Stärkung der Innenstädte des Landes, an dem die Stadt Steinfurt teilnimmt. Foto: ar

Die Etablierung eines Zentrenmanagements und die Reduzierung der hohen Zahl der Geschäfts-Leerstände – mit diesem Ziel setzt die Stadt seit Jahresanfang auf das Sofortprogramm des Landes zur Stärkung der Innenstädte in beiden Stadtteilen. 870 000 Euro – 520 000 für Borghorst und 350 000 für Burgsteinfurt hatte die Verwaltung dafür aus dem NRW-Fördertopf erhalten.

Im Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Liegenschaften hat der Erste Beigeordnete Michael Schell jetzt eine erste Bilanz gezogen. Wegen der im Vergleich hohen Zahl an Ladenlokal-Leerständen nicht überraschend war seine Aussage, dass der Umsetzungserfolg bei den Neuvermietungen, sie können dank der Landesförderung spürbar günstiger als ortsüblich angeboten werden, in Borghorst deutlich größer als in Burgsteinfurt ist: Sechs Vermietungen stehen einer gegenüber. Zudem sei die Stadt, federführend ist in diesem Projekt Wirtschaftsförderin Debbie Schürhörster, in Borghorst mit wesentlich mehr weiteren Interessenten als in Burgsteinfurt im Gespräch.

„In Borghorst ist einfach mehr Bewegung drin“, so Schell. Handlungsbedarf sei allerdings auch dringend gegeben, so der Erste Beigeordnete angesichts der Tatsache, dass derzeit mit dem Juwelieren Hülsey und Bülter wiederum zwei Traditionsgeschäfte schließen. Das Programm schaffe Spielräume für Stadt und potenzielle Mieter. Es gehe ausdrücklich auch um das Ausprobieren neuer Geschäftsideen.

Große Hoffnungen setzt die Verwaltung zudem in das Zentrenmanagement, dessen Budget in Höhe von 120 000 Euro ebenfalls aus dem Sofortprogramm gedeckt wird. Der neue Citymanager, so kündigte Schell an, werde im Dezember seine Arbeit aufnehmen. Das Ausschreibungsverfahren habe zwei Firmen ergeben, die ihren Hut in den Ring werfen. Eine Festlegung erfolge nun kurzfristig.

Der Citymanager, Schell verwendete den Begriff Kümmerer, soll als Bindeglied zwischen allen Innenstadtakteuren vom Eigentümer über den Einzelhandel, der Bürgerschaft, SMarT, Werbegemeinschaften bis hin zur Verwaltung dienen und weitere Ideen in den grundlegenden Wandlungsprozess, dem die Innenstädte unterliegen, einbringen.

Günther Gromotka betonte die Wichtigkeit eines effizienten Citymanagements. „Wir müssen etwas tun, vor allem auch was die Verbesserung des Umfelds anbelangt“, sagte der CDU-Politiker im Hinblick auf die zahlreichen Baulücken und „Ruinen“ in den Innenstädten.

In die gleiche Kerbe stieß Parteikollege Rolf Posingies. Um Leerstände und Lücken zu beseitigen, müsse auch vermehrt über wohnungswirtschaftliche Nutzungen nachgedacht werden. Ausschussvorsitzender Kurt Lewandowski (FWS) wies auf bereits existierende dahingehende Ratsbeschlüsse zum Beispiel mit Blick auf die Emsdettener Straße hin.

Um die Situation in Borghorst zu verbessern, soll auch in Richtung Ausweisung eines innerstädtischen Sanierungsgebiets hingearbeitet werden, um so Städtebaufördermittel abgreifen zu können. Baudezernent Hans Schröder: „Die jetzt anlaufenden Projekte des ISEK sind dahingehend ein Vorstufe.“

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