1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Steinfurt
  6. >
  7. Damit lässt sich einiges machen

  8. >

Stadt bekommt 875 000 Euro von Bund und Land

Damit lässt sich einiges machen

Steinfurt

Das ist ein nettes Weihnachtsgeschenk. Und so praktisch. Mit 875 000 Euro lässt sich eine Menge machen. Kämmerer Andreas Meyer tut aber das, was alle guten Kassenchefs machen: Er legt den unerwarteten Geldsegen, der der Stadt von Bund und Land je zur Hälfte beschert wurde, erst einmal auf die hohe Kante.

Axel Roll

Das ist ein nettes Weihnachtsgeschenk. Und so praktisch. Mit 875 000 Euro lässt sich eine Menge machen. Kämmerer Andreas Meyer tut aber das, was alle guten Kassenchefs machen: Er legt den unerwarteten Geldsegen, der der Stadt von Bund und Land je zur Hälfte beschert wurde, erst einmal auf die hohe Kante.

„Mit der Zuwendung haben wir nicht gerechnet“, freut sich Meyer. Sie kommt aus dem Gewerbesteuerausgleich, der alle Kommunen für die durch Corona ausgefallenen Unternehmenssteuern entlasten soll. In Steinfurt sieht die Situation der Firmen aber offensichtlich gar nicht so schlecht aus. Meyer hätte nämlich im Angesicht guter Gewerbesteuerzahlungen nicht unbedingt mit Geld aus Düsseldorf gerechnet.

Aber für die 396 Städte und Gemeinden im Land standen 2,72 Milliarden Euro zur Verfügung, und die wurden jetzt nach einem komplizierten Schlüssel verteilt. Andreas Meyer: „Dabei wurden unter anderem die Gewerbesteuereinnahmen von 2017, 2018 und 2019 mit 2020 verglichen.“ Steinfurt hat da allenfalls eine „minimale Unterschreitung“ zu verzeichnen. Mit der Folge einer maximalen Auszahlung. Nach den Informationen des Ministeriums für Kommunales hat jede Gemeinde von dem riesigen Kuchen ein Stück abbekommen. „Da ist Steinfurt mit seinen 875 000 Euro noch ein kleines Licht“, weiß Meyer. Emsdetten in der unmittelbaren Nachbarschaft bekommt fünf Millionen Euro, Greven 1,4.

An der Spitze steht die Landeshauptstadt Düsseldorf mit fast 233 Millionen Euro. Monheim, eine Stadt mit 43 000 Einwohner, steht auf der Liste auf Platz zwei mit sage und schreibe 125 Millionen Euro.

Dagegen ist Laer ein ganz kleines Licht: Für das Ewal­didorf wurden etwas über 200 000 Euro überwiesen, Horstmar erhielt 160 000 Euro.

Kämmerer Andreas Meyer verbucht das unerwartete Weihnachtsgeschenk erst einmal als „allgemeines Deckungsmittel“. Damit wird das 2020er Haushaltsergebnis beträchtlich aufgehübscht und wandert erst einmal in die Allgemeine Ausgleichsrücklage, also in den Sparstrumpf der Stadt. Damit können die in den kommenden Jahren zu erwartenden Haushaltslöcher gestopft werden.

Startseite
ANZEIGE