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Am Donnerstag soll es mit dem Kran aufgesetzt werden.

Das Turmkreuz ist wieder da

Borghorst

Seit drei Jahren ist die Kirchturmspitze von St. Nikomedes nackt. Am Donnerstag soll das renovierte Kreuz samt Wetterhahn wieder aufgesetzt werden. Wenn das Wetter mitspielt...

Von Axel Roll

Der schwere Spezialkran hat sich bereits in Position gebracht. Am Donnerstag soll er das Turmkreuz samt Wetterhahn auf die nackte Kirchturmspitze wieder aufsetzen. Wenn das Wetter mitspielt. Foto: Axel Roll

Die Punktlandung wird wahrscheinlich um einen Tag verpasst. Aber wer weiß, vielleicht geht der Wunsch von Pfarrer im Ruhestand Heinrich Wernsmann ja doch noch in Erfüllung. Das Fest Kreuzerhöhung mit dem restaurierten Turmkreuz feiern, das wäre es gewesen. In dieser Woche soll es nach monatelangen Vorplanungen endlich was werden. Aber wie Kirchenvorstand Karl Westermann auf Nachfrage sagte, hievt der am Montag in Position gebrachte Spezialkran das 210 Kilo schwere Turmkreuz samt 180-Kilo-Edelstahlhalterung erst am Donnerstag in die Höhe. Gefeiert wird aber schon am Mittwochabend.

Der Donnerstagstermin kann nur gehalten werden, wenn das Wetter mitspielt. „Wir können alles gebrauchen, nur keinen Wind“, betont Karl Westermann. Ein Regenschauer in 90 Metern Höhe sei kein Problem. Aber auch das laueste Lüftchen würde den Industriekletterern und Spenglermeister Holger Menke schwer zu schaffen machen.

Eigentlich hätte die nackte Kirchturmspitze schon im Frühjahr den begradigten und renovierten krönenden Abschluss bekommen sollen. Letztendlich waren es aber „bürokratische Hindernisse“, die laut Karl Westermann aus dem Weg geräumt werden mussten, die ein früheres Richtfest der besonderen Art verhinderten. Kreuz, Wetterhahn und Halterung sind nämlich lange fertig, warten seit dem letzten Herbst auf ihr luftiges Zuhause.

Auch wenn das Kreuz erst am Donnerstag an seinem angestammten Platz über den Dächern von Borghorst verschraubt wird, kommt der mächtige Kran, der auf dem Rasen des Kirchplatzes Aufstellung genommen hat, wahrscheinlich schon heute zu seinem ersten Einsatz. Wenn er schon mal da ist, sollen gleich „ein paar kleinere Arbeiten“, so Kirchenvorstand Westermann, miterledigt werden.

So soll der Dachdecker einige Fallrohre überprüfen. Außerdem hat die Stundenglocke vorne hoch über dem Portal eine Macke. Sie läutet zu jeder Viertelstunde wie sie soll. Aber bei den vollen Stunden, da streikt sie. Eine der ersten Arbeiten oben auf dem Turm wird das Öffnen des Kaiserbaums sein, weiß Karl Westermann. Das ist der schwere Eichenbalken, der das Turmdach und künftig auch wieder das Kirchenkreuz tragen wird. Diese Säule ist bislang noch gegen die Witterung nach oben hin abgedichtet.

Drei Jahre ist die Kirchturmspitze inzwischen verwaist. Spenglermeister Horst Menke hatte das vom Sturm Friederike verbogene Kreuz damals mit Kollege Christian Richter abmontiert. Am Donnerstag jetzt die Rückkehr. Einen Tag nach dem Fest Kreuzerhöhung.

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