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In Steinfurt wird als erster Ort im Steinfurter Land neues Notfallpunktsystem installiert

Ein Schild, das Leben retten kann

Steinfurt

Wer abseits der Städte und Gemeinden im Wald oder auf Radwegen verunglückt, soll künftig schneller gefunden werden. Ein Projekt der Kommunen des Steinfurter Landtourismus wurde nun in Steinfurt vorgestellt. Damit soll künftig die Orientierung des Rettungsdienstes verbessert werden: An sogenannten Notfallpunkten sind Schilder mit einem Code versehen, sodass im Falle eines Falles eine schnelle Ortung möglich ist.

Von Ralph Schippersund

Präsentierten die Schilder, die im Notfall eine schnelle Ortung garantieren (v.l.): Hennes Oletti und Roland Ahlers (Heimatverein Borghorst), Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer, Ute Wolbeck-Fiedler (Steinfurter Land Tourismus) sowie Wilhelm Dudek und Hans Knöpker (Heimatverein Burgsteinfurt) Foto: Ralph Schippers

Natur und Landschaft des Steinfurter Landes mit seinen zehn angeschlossenen Kommunen in den Kreisen Steinfurt und Borken werden als Erholungsort immer beliebter – die Corona-Pandemie hat diesen „Outdoor-Boom“ weiter beflügelt. Was jedoch ist, wenn abseits der Städte und Gemeinden im Wald oder auf peripheren Rad- und Wanderwegen ein Unfall passiert oder ein gesundheitlicher Notfall eintritt? Dann ist schnelle Hilfe gefragt. Damit der Rettungsdienst möglichst ohne Zeitverlust zum Ort des Geschehens gelangen kann, muss der genaue Notfall-Standort bekannt sein. Ohne Orientierung ist es bei der Benachrichtigung des Rettungsdienstes oftmals schwierig, diesen anzugeben. Ein Projekt der Kommunen des Steinfurter Land-Tourismus will dem entgegenwirken: die Einführung von Notfallpunkten mittels Schildern, über die per Code eine schnelle Ortung möglich wird. Am Freitag stellten Projektmanagerin Ute Wolbeck-Fiedler, Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer sowie Vertreter beider Heimatvereine der Kreisstadt das Vorhaben vor.

Unfall

„Steinfurt wird die erste Kommune des Verbundes sein, in der Notfallpunkte installiert werden, die übrigen neun Städte und Gemeinden folgen kurzfristig nach“, sagte Ute Wolbeck-Fiedler. Die Mitarbeiterin des Steinfurter Land-Tourismus erklärt das Prinzip, das hinter dem System steckt: „Bei einem Unfall oder sonstigem Notfall im Außenbereich kann anhand des Codes auf dem Schild, die bei den Kreisleitstellen Steinfurt beziehungsweise Borken hinterlegt sind, die verletzte Person binnen Sekunden geortet werden.“

Die Projektmanagerin wie auch Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer sind dankbar, dass sich in Steinfurt die beiden Heimatvereine eingebracht haben und weiter einbringen werden, um das Vorhaben erfolgreich durchführen zu können. Roland Ahlers und Hennes Oletti von den Borghorster Heimatfreunden sowie Hans Knöpker und Wilhelm Dudek vom Burgsteinfurter Pendant waren im Vorfeld durch die Bauerschaften gefahren, hatten geeignete Standorte festgelegt und der Kreisleitstelle die geografischen Koordinaten derselben übermittelt. Nach der Produktion der Schilder, 80 an der Zahl, werden diese nun ebenfalls von den Heimatfreunden angebracht – weitere Ergänzungen in der Zukunft inbegriffen. Bei so viel Einsatz fiel es der Bürgermeisterin auf Bitten des Quartetts auch relativ leicht, diesem zuzusagen, etwaige marode Bänke kurzfristig austauschen zu lassen. Auch über die Installation weiteren Mobiliars an geeigneter Stätte könne man reden.

Heimatverein

Übrigens hat es in der Kreisstadt schon einen Vorgänger des nun aktuellen Systems gegeben: Der Verein Marathon hat auf seiner Trainingsstrecke im Bagno-Buchenberg-Gebiet Notfallpunkte installiert. Diese werden nun durch das neue System, das einheitlich im ganzen Steinfurter Land gilt, ersetzt.

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