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Weberquartier Thema im Planungsausschuss

„Einwände dürfen das Projekt nicht gefährden“

Borghorst

Auf die Bedeutung des Projektes Weberquartier für die Stadt haben Sprecher aller Fraktionen im Planungsausschuss hingewiesen. Fachdienstleiter Albers mahnte eine „sachliche Diskussion“ der Fakten an. Und die Bürgermeisterin appellierte, dass „Einwände das Projekt nicht gefährden“ dürften.

Erhard Kurlemann

Weberquartier: Diese Animation soll nach den Wünschen des Investors Realität werden. Foto:

Kurz nach der Tagesschau war es so weit: Unter dem Punkt „Verschiedenes“ hatte Frank Müller (SPD) eine Einordnung in Sachen Weberquartier verlangt. „Die öffentliche Diskussion erweckt den Eindruck, dass die Politik viel falsch gemacht hat“.

Stefan Albers, Fachdienstleiter Stadtplanung und Bauordnung, mahnte eine „sachliche Diskussion der Fakten“ an. Der Rat habe im Juni 2020 einstimmig die Planungen verabschiedet. „Wir haben den Entwurf inzwischen weiter konkretisiert“. Albers wies darauf hin, dass sich zum Beispiel aus der Topographie des Geländes Zwangspunkte etwa für Leitungen ergeben. „Das kann in der Konsequenz bedeuten, dass auch Gebäude verschoben werden müssen.“ Er gehe davon aus, dass die genannten Abstände in der Diskussion gar nicht „fassbar“ seien. „Im Entwurf gibt es Abstände von 17 oder 18 Metern. „Die Emsdettener Straße als eine der breitesten Straßen der Stadt misst etwa 9,50 Meter zwischen den Gebäuden auf beiden Seiten“, nannte Albers ein Beispiel. Auch die Anzahl der geplanten Wohnungen sei „immer“ bekannt gewesen. Die Hillebrand-Kritik (wir berichteten) werde genauso als Stellungnahme in der Offenlegung gewertet wie andere, die in der Frist eingegangen seien.

Frank Müller betonte, die SPD sehe keine Notwendigkeit zu einer Kurskorrektur. Für die Grünen sicherte Arnold Schumacher die Unterstützung der Planungen zu. Oguzhan Güngördü (FDP) sagte „eine Schlammschlacht“ sei für das „unglaublich wichtige Projekt für Steinfurt“ nicht förderlich. „Es darf keine Verzögerung geben“. Auch Kurt Lewandowski (FWS) sprach sich für eine Fortsetzung aus. Möglicherweise sei eine Sondersitzung des Ausschusses hilfreich, um letzte Fragen zu klären.

Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer appellierte, Einwände dürften das Projekt nicht gefährden. Der Investor erwarte zurecht Verlässlichkeit. „Borghorst gewinnt durch das Projekt. Deshalb darf es weder einen Stopp noch Verzögerungen geben.“

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