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Reidar Jensen und Band bei der „Nacht der Bibliotheken“

Facettenreicher Klang

Steinfurt

Für die „Nacht der Bibliotheken“ hat sich die Stadtbücherei Steinfurt in einen Ort digitaler Technik verwandelt: Denn Reidar Jensen und seine Band spielten ein digitales Konzert, das zahlreiche Musikinteressierte verfolgten.

Axel Engels

Reidar Jensen und seine Band spielten bei der „Nacht der Bibliotheken“ ein ganz besonderes Konzert, das bald auch auf Youtube zu sehen ist. Foto: Axel Engels

Ein Konzerterlebnis der ganz besonderen Art bot der aus Norwegen stammende Musiker Reidar Jensen mit seiner Band am Freitagabend bei der „Nacht der Bibliotheken“. Musik live zu erleben ist ja in Corona-Zeiten unmöglich, da muss man schon neue Wege gehen, um so etwas zu erleben. Viele Musiker haben daher ihr Angebot um Live-Streams erweitert, damit ihre Kunst gehört werden kann.

Die Stadtbücherei Steinfurt hatte sich am Freitag in einen Ort digitaler Technik verwandelt. Technische Schwierigkeiten am Anfang konnten schnell behoben werden und dann verfolgten zahlreiche Musikinteressierte, auch international, den „Finest Axoustic Poetry“ aus der Feder von Reider Jensen.

Dabei konnte er sich ganz auf seine musikalischen Weggefährten verlassen: Rómer Avendaño an der Gitarre sowie den Bassisten David Pérez Luna, die mit Akribie und Feinsinn die Songs arrangiert und ihnen so ein ganz mitreißendes Gewand verliehen hatten. Bereichert wurde der facettenreiche Klang der Band durch die warm timbrierte Stimme von Josefien Kieppe, die auch an Gitarre, Ukulele und Keyboard ihre Qualitäten einbrachte.

Wenn Reidar Jensen mit markanter Stimme Songs wie „No credit“, „Take a look around you“ oder „Ode to my president“ anstimmte, genoss man diese unter die Haut gehenden Songs in technischer Brillanz. Bei aller kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Problemen hatte Reidar Jensen aus seinem großen Repertoire natürlich auch gefühlvolle Balladen wie „For her“ und „What you are“ in das Programm aufgenommen, die zum Träumen animierten und seine lyrisch-poetische Seite aufzeigten.

Solch ein digitales Konzert kann das direkte Erleben vielleicht nicht ersetzen, aber in Zeiten wie diesen ist man für solch ein Streaming-Angebot mehr als nur dankbar. In den nächsten Tagen wird das Konzert dann auch bei Youtube eingestellt, sodass man auch im „Nachhinein“ noch an diesem Musikerlebnis teilhaben kann.

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