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Fahndung der Polizei

Frau versprüht Pfefferspray im Zug

Borghorst

Das Motiv ist unklar – ebenso wie die Identität der Frau, die jetzt in einem Zug der RB 64 Pfefferspray versprüht hat. Die Polizei ermittelt.

In einem Wagen der RB 64 versprühte eine Unbekannte Pfefferspray. Foto: Oliver Werner

Die Polizei sucht nach einer unbekannten Täterin, die in einem Zug der Regionalbahn 64 mehrere Fahrgäste zunächst beleidigt und dann mit Pfefferspray verletzt hat, wie es im Bericht der Ordnungshüter vom Mittwoch heißt. Anschließend versuchte die unbekannte Frau, den Geschädigten zwei Handtaschen zu entreißen. Als dies nicht gelang, flüchtete die Frau am Bahnhof Borghorst.

Die Täterin war zunächst am Montagabend um kurz nach 19 Uhr am Hauptbahnhof Münster mit weiteren Gästen in den Zug der Regionalbahn 64 Richtung Enschede gestiegen. Auf der Zugfahrt verhielt sie sich Zeugenaussagen zufolge bereits sehr auffällig und unruhig. Zwischen den Haltestellen Nordwalde und Borghorst ging sie zu den vier Geschädigten im Alter zwischen 15 und 17 Jahren, die in einer Sitzgruppe mit vier Plätzen saßen. Dort belästigte und beleidigte die Unbekannte die Jugendlichen, heißt es im Polizeibericht.

Nach mehreren Aufforderungen der Geschädigten, dies zu unterlassen, zog die Frau kurz vor der Ankunft am Borghorster Bahnhof ein Sprühgerät mit einem Reizstoff – ersten Erkenntnissen der Beamten zufolge Pfefferspray – aus ihrer Handtasche und besprühte damit die vier Jugendlichen. Dabei versuchte die Täterin, die Handtaschen von zwei Geschädigten an sich zu reißen.

Als ein weiterer 28-jähriger Fahrgast eingreifen wollte, sprühte die Unbekannte auch ihm Pfefferspray ins Gesicht. Schließlich ließ sie die Handtaschen los, verließ den Zug am Bahnhof Borghorst und flüchtete in unbekannte Richtung.

Die unbekannte Frau wird wie folgt beschrieben: Sie war etwa 20 Jahre alt, hatte kurze Haare und trug eine schwarze Kunstfell-Jacke sowie eine schwarze Jogginghose. Sie führte eine braune Handtasche mit sich.

Die Polizei fahndete im Nahbereich nach der Täterin, jedoch ohne Erfolg. Nun sucht sie mögliche weitere Geschädigte sowie Zeugen, die von dem Vorfall etwas mitbekommen haben oder die Hinweise auf die Frau geben können. Zeugenhinweise werden entgegengenommen bei der Bundespolizei in Münster: Telefon 02 51/97 43 70.

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