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Erste Ergebnisse der Sozialraumanalyse der Saxion Hogeschool im Sozialausschuss vorgestellt

Friedenauer stellen Quartier gute Noten aus

Burgsteinfurt

Wie sehen die Bewohner der Friedenau ihr Wohnumfeld und die Lebenssituation in ihrem Quartier? Diese Fragestellung steht seit Ende vergangenen Jahres im Mittelpunkt einer Sozialraumanalyse, die Wissenschaftler des Fachbereichs Sozialarbeit der Saxion Hogeschool durchführen. Erste Ergebnisse gab es jetzt im Sozialausschuss.

Von Ralph Schippers

Ein Stadtteil, in dem es sich gut leben lässt: Die Friedenauer, so das Hauptfazit der Sozialraumanalyse, fühlen sich im Burgsteinfurter Süden sehr wohl. Gleichwohl gibt es auch Verbesserungsansätze. Foto:

Wie sehen die Bewohner der Friedenau ihr Wohnumfeld und die Lebenssituation in ihrem Quartier? Diese Fragestellung steht seit Ende vergangenen Jahres im Mittelpunkt einer Sozialraumanalyse, die Wissenschaftler des Fachbereichs Sozialarbeit der Saxion Hogeschool unter Leitung von Dr. Peter Gramberg im Auftrag der Stadt durchführen. Am Mittwoch nun stellte der in Steinfurt wohnhafte Dozent der Enscheder Hochschule zusammen mit seinem Mitarbeiter Alexander Klein erste Ergebnisse der Forschungsarbeit inklusive Handlungsempfehlungen vor. Als Datengrundlage hatte neben Telefon-Interviews eine großangelegte Fragebogenaktion gedient.

Um es gleich vorweg zu betonen: Das Zeugnis, dass die Friedenauer ihrem Wohnquartier ausstellen, ist den Erkenntnissen der Wissenschaftlicher zufolge überdurchschnittlich positiv. Geschätzt wird die gute Nachbarschaft, die von einem passenden Nebeneinander von Nähe und Distanz gekennzeichnet ist. Überwiegend als sehr gut wird auch die Wohnqualität eingeschätzt, die Lage des Wohnquartiers nahe der Stadt und zugleich mit schnellem Zugang ins Grüne gefällt. Für viele, vor allem Ältere, sei die Friedenau eine Heimat, mit der sie sich sehr verbunden fühlten, so die Saxion-Mitarbeiter. Neuzugezogene – Stichwort Generationswechsel – würden gut in die Gemeinschaft integriert.

Aber es gibt auch negative Punkte: So bedauern viele Friedenauer, dass die Bedeutung, die die Quartiersvereine in früheren Jahren gehabt hätten, deutlich zurückgegangen sei. Auch vermissen viele Bewohner Einzelhandelsgeschäfte, Gastronomie und Arztpraxen im Quartier. Häufig geäußerte Kritikpunkt ist zudem die Verkehrssituation. Genannt werden vor allem die Brennpunkte Kita Friedenau, Graf-Ludwig-Grundschule sowie Fachhochschule. Vor allem zu Stoßzeiten wird die Belastung als sehr hoch empfunden.

Akteure vor Ort noch besser vernetzen

Verkehrsberuhigende Maßnahmen zu ergreifen und dazu eine integrative Planungsgruppe Verkehr mit allen Beteiligten zu gründen,  sind folglich Haupthandlungsempfehlungen der Analyse. Weitere Anregungen laufen auf die Anlegung von mobilen gesundheitsbezogenen Angeboten und die Einrichtung eines Quartierbüros als Begegnungsort hinaus. Nicht zuletzt sollte versucht werden, die Akteure vor Ort noch besser zu vernetzen.

Die schriftliche Endfassung des Abschlussberichts zum Projekt, zu dem auch eine ähnlich angelegte Untersuchung des Borghorster Wohnquartiers Grottenkamp gehört, kündigte Gramberg für Oktober an.

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