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Info-Kampagne von Stadt und Grundschulen zu Hol- und Bringzonen

Gegen Elterntaxis am Schultor

Burgsteinfurt

Schon seit mehr als zwei Jahren existieren die sogenannten Hol- und Bringzonen für Elterntaxis an den Burgsteinfurter Grundschulen Bismarckschule, Graf-Ludwig-Schule und Willibrordschule. Doch noch immer sind, so die Erfahrung der Schulleiterinnen Annika Elkmann und Claudia Bock, diese Einrichtungen vielen Eltern offenbar nicht bekannt.

Von Ralph Schippers

„Gelbe Karten“ für die Elterntaxis: Schulleiterin Annika Elkmann und Schüler der dritten und vierten Klassen verteilten vor der Schule Infozettel zum Kampagnen-Thema. Foto: Schippers

Schon seit mehr als zwei Jahren existieren die sogenannten Hol- und Bringzonen für Elterntaxis an den Burgsteinfurter Grundschulen Bismarckschule, Graf-Ludwig-Schule und Willibrordschule. Doch noch immer sind, so die Erfahrung der Schulleiterinnen Annika Elkmann und Claudia Bock, diese Einrichtungen vielen Eltern offenbar nicht bekannt. Wie sonst ist es zu erklären, dass es noch stets allmorgendlich – abhängig von Wetter und Jahreszeit mal mehr, mal weniger – an den Schultoren ein Verkehrschaos gibt? In der vergangenen Woche und in dieser hat die Stadt in Kooperation mit den Schulen und der Polizei daher an allen drei Schulen im Rahmen einer Kampagne Aufklärungsarbeit betrieben. Am gestrigen Mittwoch war zum Abschluss die Willibrordschule an der Reihe.

Dritt- und Viertklässler des Grundschulverbundes verteilten am Morgen zusammen mit Schulleiterin Annika Elkmann, Verkehrssicherheitsberaterin Vera Spies sowie dem städtischen Klimaschutzmanager Simon Möser gelb unterlegte Hinweiszettel mit Informationen über die Hol- und Bringzonen an diejenigen Eltern, die ihre Schulkinder bis an den Schulhof gebracht hatten, um sie dort aussteigen zu lassen.

„Die Zonen sind nahe den Schulen eingerichtet worden. Sie sollen die verkehrliche Situation vor den Schulen entzerren und damit zu mehr Sicherheit beitragen“, nannte Simon Möser nochmals Sinn und Zweck der Einrichtungen. Bei nahezu allen Eltern stießen die Akteure mit ihrem Anliegen auf Verständnis. Allerdings waren, wohl auch wegen des guten Wetters, an diesem Tag nur wenige Elterntaxis unterwegs. Annika Elkmann berichtete, dass dies in der kalten Jahreszeit durchaus anders ist. Dann gebe es immer wieder brenzlige Situationen vor den Schultoren. „Gott sei Dank hat es dabei noch keinen Unfall gegeben“, so die Schulleiterin, die zugleich klarstellte, dass Handlungsbedarf dringend gegeben sei.

„Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, nehmen ihnen die Unabhängigkeit und die Chance, sich im Verkehr zurechtzufinden“, betonte Vera Spies von der Polizei Steinfurt. Es sei wichtig, dass Kinder frühzeitig Verkehrsregeln beherrschten. Dabei könne man ihnen durchaus etwas zutrauen. Bei den Hol- und Bringzonen, im Fall der Willibrordschule befindet diese sich an der Bohlenstiege unweit des Tiggelsees, könnten Eltern ihren Nachwuchs in aller Ruhe aus- und wieder einladen. Der bewege sich dann für einen kurzen Spaziergang an der frischen Luft, könne Klassenkameraden treffen und lerne ganz nebenbei das richtige Verhalten im Straßenverkehr.

Den Weg dorthin markierten die Schüler im Anschluss an die Zettelaktion mit Fußstapfen, die sie mit Farbspray und Schablone aufmalten. Sozusagen das optische i-Tüpfelchen der Kampagne, zu der es übrigens auch ein Erklärvideo gibt.

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