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55. Steinfurter Gartentage am Montag eröffnet

Große Vorfreude und gespannte Erwartung

Steinfurt

Nicht wenige der rund 30 Teilnehmer hatten sich schon seit drei Jahren auf diesen Tag gefreut: Mit der Begrüßung der Gäste im Kötterhaus durch den Verbandspräsidenten Carsten Rehers, Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer und der Geschäftsführerin des Landesverbandes der Gartenbauvereine, Dr. Petra Bloom, sind am Montag die 55. Steinfurter Gartentage eröffnet worden

-rs-

Zwei Mal musste pandemiebedingt verschoben werden, am Montag nun wurde die 55. Auflage der Steinfurter Gartentage feierlich eröffnet. Im Kötterhaus stellte Gartenbau-Geschäftsführerin Dr. Petra Bloom das Programm vor (kl. Bild). Foto: rs

Nicht wenige der rund 30 Teilnehmer hatten sich schon seit drei Jahren auf diesen Tag gefreut: Mit der Begrüßung der Gäste im Kötterhaus durch den Verbandspräsidenten Carsten Rehers, Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer und der Geschäftsführerin des Landesverbandes der Gartenbauvereine, Dr. Petra Bloom, sind am Montag die 55. Steinfurter Gartentage eröffnet worden. Bevor das mehrtägige Programm aus Vorträgen, Exkursionen und Vorführungen begann, stellten sich traditionell die Teilnehmer vor. Dabei wurde deutlich, dass bei der Seminarwoche für viele der Gäste nicht nur Wissensvermittlung im Vordergrund steht, sondern auch das Erleben in einer Gruppe Gleichgesinnter. Besonders gilt das für diejenigen, die schon mehrfach mit von der Partie waren. Und „Stammgäste“ haben die Gartentage, die es bundesweit in dieser Konstellation nicht ein zweites Mal gibt, reichlich. Viele fühlen sich aufgehoben, „wie in einer großen Familie“.

Dass die Veranstaltung zudem auch hohen fachlichen Anspruch hat, wurde bei der Programmvorstellung deutlich, die Geschäftsführerin Petra Bloom vortrug. Seit rund einem Jahr hält die gebürtig aus Lingen im Emsland stammende Diplom-Agrarwissenschaftlerin die Fäden beim Landesverband der Gartenbauvereine in Nachfolge von Miriam Schwenker in den Händen. Auch ihr waren Vorfreude und gespannte Erwartung deutlich anzumerken.

Begrüßt hatte die Gäste, von denen einige aus dem Sauer- und dem Rheinland angereist waren, Carsten Rehers. Der Verbandspräsident, zugleich Bau- und Umweltdezernent des Kreises Steinfurt, betonte die Bedeutungssteigerung, die der Garten und das Gärtnern in der zurückliegenden Corona-Zeit erlangt haben. Die eigene Scholle habe viel dazu beigetragen, die Einschränkungen der Pandemie erträglicher zu gestalten, bemerkte er. Kehrseite der Medaille: Vielen sei bewusst geworden, dass Wissen rund um Gartenbaukultur mitunter fehlt. „Nicht selten war dann der Rat der Großelterngeneration gefragt.“ Für wichtig erachtete Rehers es daher mit Appell an die Teilnehmer ausdrücklich, den bei den Gartentagen erworbenen Input auch weiterzugeben.

„Wir freuen uns alle, dass es im dritten Anlauf nun mit der Fortsetzung des Traditionsseminars geklappt hat“, so Dr. Martin Sommer in seinem Grußwort. Der Landrat betonte die Einzigartigkeit des Kreislehrgartens Steinfurt, der über hundert Jahre alt ist und als einziger seiner Art von ehemals vielen die Zeiten überdauert hat. Der Kreis lege Wert darauf, die Einrichtung attraktiv zu halten. Ein Beispiel dafür sei die Anlegung eines Biodiversitätspfads mit 15 Stationen auf dem Gelände im vergangenen Jahr. Er soll das Bewusstsein für Lebensräume wecken und dem Artenschwund entgegenwirken, so der Chef der Kreisbehörde, der den Teilnehmern allesamt „viel Inspiration für den eigenen Garten“ wünschte.

Claudia Bögel-Hoyer war nicht nur als Bürgermeisterin Steinfurts, sondern auch als Vorsitzende des Fördervereins des Kreislehrgartens gekommen, um der Eröffnung der Gartentage beizuwohnen. Sie hob auf das Thema Gesundheit ab, auf das das mehrtägige Seminar dieses Mal den Fokus setzt. Die Pandemiezeit habe gezeigt, wie positiv Gärtnern in dieser Hinsicht wirken kann. Den eigenen Garten zu pflegen und ihn zu nutzen trage in hohem Maß zum Wohlbefinden bei. Dies vor allem naturnah zu tun, sei Gebot der Stunde.

Sprach‘s und machte sich mit den Seminarteilnehmern und den Gästen auf in den Lehrgarten, wo Leiter Klaus Krohme mit dem traditionellen Rundgang die Seminarwoche eröffnete.

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