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Laterne kommt nach 30 Jahren

Happy End am Juteweg

Burgsteinfurt

Nach 30 Jahren geht den Anwohnern des Jutewegs endlich ein Licht auf. Bislang hatte die Verwaltung das Aufstellen einer Straßenlaterne im Wege gestanden. Ein modernes Weihnachtsmärchen.

Von Axel Rollund

Noch vor einem Jahr leuchtenden am Eingang zum Juteweg nur die Schneehaufen. Anfang der Woche installierte eine Fachfirma den seit 30 Jahren herbeigesehnten Laternenmast. Foto: Axel Roll

Wenn es ein einsamer Laternenmast auf Seite eins des Lokalteils schafft, muss da schon eine besondere Geschichte dahinterstecken. Wie im Fall Juteweg. 30 Jahre haben die Anwohner drauf gewartet, Anfang der Woche stand er plötzlich da. Allerdings noch ohne leuchtenden Abschluss. Die eigentliche Lampe, natürlich modernste LED-Technik, kommt spätestens bis zum 12. Dezember, verspricht Tiefbau-Fachdienstleiter Niels Heermann. Dann hätte das Weihnachtsmärchen am Juteweg sein Happy End. Und wenn sie nicht umgefahren wurde, dann leuchtet sie noch heute. . . Oder so ähnlich.

Dass die Anwohner ihr Glück kaum fassen können, ist vielleicht ein bisschen übertrieben ausgedrückt. Sie sind aber sehr zufrieden, wie Manfred Büers als einer der Betroffenen sagt: „Das Problem wurde gut gelöst.“ Der Kompromiss beinhaltet auch einen neuen Standort für die Leuchte, der der Müllabfuhr nicht im Weg steht. Und einen richtigen Stromanschluss hat die Laterne ebenfalls bekommen. Das Kabel wurde durchs Erdreich geschossen, berichtet Fachdienstleiter Heermann. Dabei hatte es im Laufe der wechselvollen Juteweg-Geschichte schon mal geheißen, das Anklemmen ans öffentliche Stromnetz sei viel zu teuer.

CDU-Fraktionschef Sebastian Buck sieht den gerade eingegrabenen Masten als ein Zeichen für eine hervorragende Kooperationsleistung. Klar, das sei von Beginn an eine Fehlplanung gewesen, die jetzt, viel zu spät, nach 30 Jahren korrigiert werde. Eine Lösung habe es nur gegeben, weil alle Beteiligten miteinander ins Gespräch gekommen seien. Unter anderem durch seine Vermittlung, aber auch Fraktionskollege Günther Schwarte habe seinen Teil dazu beigetragen.

Vor einem Jahr sah es noch gar nicht danach aus, dass die Juteweg-Gemeinschaft in absehbarer Zeit in den Genuss einer voll ausgeleuchteten Anwohnerstraße käme. Damals hatte Hans Hermann Lammering als einer der Juteweg-Sprecher Post vom Baudezernat erhalten, dass erst einmal eine Fachfirma messen werde, ob es tatsächlich zu duster auf dem Weg sei.

Für die Betroffenen damals der Beweis, dass sie abermals hinters vor der Haustür nicht vorhandene Licht geführt werden sollten. Manfred Büers fragte: „Warum Messungen? Dass es hier zu dunkel ist, sieht man doch auf den ersten Blick.“

Dass die Erleuchtung ausgerechnet in der Weihnachtszeit kommt – das wahre Leben schreibt doch immer noch die schönsten Geschichten. Manchmal sogar auf Seite eins des Lokalteils.

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