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Musical Company verschiebt Premiere des neuen Stücks von Februar in den August

„Heiße Ecke“ muss noch warten

Steinfurt

Eigentlich sollte die Premiere im Februar sein, die Flyer waren gedruckt und die Plakate aufgehängt. Coronabedingt musste die Musical Company ihr Stück „Heiße Ecke“ jetzt jedoch in den August verschieben. Beinahe schon Gewohnheit für die Akteure, die sich davon jedoch nicht unterkriegen lassen wollen.

Von Ralph Schippers

Richten den Blick nach vorn: Die Theaterspielerinnen und -spieler der Musical Company mussten die Premiere des St.-Pauli-Musicals in den August verschieben. Geprobt wird weiter regelmäßig, zuletzt auch mit kleinem Geburtstagsrückblick. Foto: MCS

Die Corona-Pandemie fährt der Musical Company ein ums andere Mal in die Parade: Nachdem die Akteure um Regieleiter Daniel Lücke und Vorsitzende Ronja Altehenger aufgrund der Lockdowns und Kontaktbeschränkungen für das zuletzt aufgeführte Stück „Der kleine Horrorladen“ wider Willen insgesamt vier Anläufe unternehmen mussten, bis sie es denn endlich auf der Bühne des Martin-Luther-Hauses präsentieren konnten, bleibt ihnen das Pech auch beim neuen Werk „Heiße Ecke“ treu. Die Flyer für das St.-Pauli-Musical, das die Theaterspielerinnen und -spieler 2018 schon einmal mit großem Erfolg aufführten, waren schon gedruckt – 15 000 Mal übrigens –, die Plakate bereits aufgehängt, als sich die Verantwortlichen im Vorstand angesichts der rasant steigenden Inzidenzzahlen zwischen Weihnachten und Neujahr entschlossen, die anvisierten Aufführungstermine im Februar abzusagen. „Uns war klar, solange die Corona-Situation nicht im Griff ist, solange wir nicht ohne Angst vor dem Virus spielen und solange das Publikum das Stück nicht befreit genießen kann, hat es keinen Sinn, es aufzuführen“, sagt Daniel Lücke.

Die Akzeptanz dieser Entscheidung sei unter den Akteuren sofort da gewesen, so der Regieleiter weiter. So traurig es klingt: Im Laufe der vergangenen zwei Jahre haben sich die Darstellenden schon ein dickes Fell zugelegt, was Rückschläge anbelangt. Lücke: „Tränen, die es beim ersten Lockdown gab, fließen jetzt nicht mehr.“

Nein, unterkriegen lassen sich die MCS-Akteure von der Absage nicht. Mit Pragmatismus geht man in die kommenden Wochen. Denn aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Mitte August, so sieht es der aktualisierte, der Corona-Entwicklung angepasste Spielplan vor, soll es etwas werden mit der Aufführung der „Heißen Ecke“. „Der Premierentermin am 12. August ist gesetzt“, sagt Lücke mit einer Mischung aus Trotz und Optimismus.

Ganz bewusst hat sich die Theatergruppe für das St.-Pauli-Stück „Heiße Ecke“ entschieden, so der Regieleiter. Lücke weiß: „Unser Publikum sehnt sich nach humorvoller Unterhaltung und etwas Abstand zum Alltag, der doch schon seit geraumer Zeit pandemiebedingt durch viele Belastungen gekennzeichnet ist.“ Zum Abschalten sei das temporeiche Comedy-Stück im Hamburger Kiez-Milieu gerade richtig. Entsprechend spaßig seien auch die Proben, die die MCS-Theaterspieler weiter regelmäßig im MLH unter Corona-Auflagen durchführen.

Anlass zur Freude gab‘s am vergangenen Dienstag überdies: Die MCS blickte auf ihr achtjähriges Bestehen zurück. Eine wilde Party stieg natürlich nicht, aber schon eine bescheidene Rückschau. Es sind die kleinen Freuden, die einen in der Pandemie Auftrieb geben . . .

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