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Starker Rückgang in den Corona-Testzentren der Apotheken

Hohe Nachfrage beim digitalen Impfpass

Steinfurt

Wer beide Corona-Impfungen erhalten hat, kann sich seit Montag den digitalen Impfpass ausstellen lassen. Auch Apotheken in Steinfurter haben den Nachweis ausgestellt und berichten über ihre ersten Erfahrungen mit dem neuen Online-Zertifikat.

Das Angebot des digitalen Impfpasses war bereits schon am ersten Tag stark gefragt. Foto: imago images/Christian Ohde

Seit Montag können vollständig Geimpfte einen digitalen Impfpass in Apotheken bekommen. Das Angebot war bereits schon am ersten Tag stark gefragt.

„Wir haben in unseren Apotheken gleich am Montag zwischen 400 und 500 Anfragen von vollständig Geimpften erfasst und versucht, diese zu bearbeiten und digitale Impfzertifikate auszuhändigen“, sagt Abed Daka von der Apotheke am Bauhaus in Borghorst. „Wer nicht wusste, wie der Nachweis per QR-Code mit Hilfe der App auf seinem Smartphone hinterlegt wird, dem haben wir dies ausführlich erklärt“, ergänzt der Apotheker.

In der Burgsteinfurter Elefanten-Apotheke seien es rund 100 Patienten gewesen, die sich um den digitalen Impfpass bemüht hätten. „Am Montag lief es zunächst schleppend an und es funktionierte relativ gut. Heute ist die Nachfrage sehr groß und der Server stürzt regelmäßig ab“, erläutert Inhaber und Apotheker Dr. Olaf Rose.

Video "Wie läuft's mit dem digitalen Impfpass?" in Kooperation mit dem WDR:

Wer ein digitales Impfzertifikat haben möchte, muss als vollständig Geimpfter meistens nur das gelbe Impfheft und den Personalausweis mitbringen – dann erstellt die Apotheke einen Code, der wiederum kann in die Corona-Warn-App oder die extra dafür gemachte Cov-Pass-App geladen werden. Sollte die Zertifizierung nicht auf Anhieb funktionieren, werden alle eingepflegten Daten zunächst schriftlich festgehalten oder auch kopiert. „Der Patient muss dann leider noch einmal mit seinem Smartphone wiederkommen, wenn abzusehen ist, dass das Portal reibungsloser läuft und der digitale Impfnachweis ausgestellt werden kann“, so Rose weiter.

Sowohl die Apotheke am Bauhaus in Borghorst als auch die Elefanten-Apotheke in Burgsteinfurt betreiben seit mehr als drei Monaten Corona-Schnellestzentren. Durch die Impfkampagne und die wegen der stark sinkenden Inzidenzzahlen erheblichen Lockerungen, sind auch die Buchungen von Schnelltest-Terminen stark zurückgegangen. „Hatten wir sonst bis zu 320 Testungen täglich, sind wir jetzt bei unter 100“, unterstreicht Abed Daka.

Ähnlich sieht es im Testzentrum der Elefanten-Apotheke aus. Olaf Rose: „Bei uns sind die Buchungen um die Hälfte zurückgegangen.“ Beide Apotheker wollen aber ihre Schnelltestzentren weiterbetreiben. Je nach Bedarf könne des Angebot zurückgefahren oder – falls die Infektionszahlen wieder in die Höhe gehen sollten – wieder hochgefahren werden. „Wir Apotheker stehen in der Verantwortung und wollen allen Steinfurtern das Testangebot weiterhin zur Verfügung stellen“, meint Abed Daka. Olaf Rose fügt hinzu: „Wir bieten das Schnelltesten nicht an, um Geld zu verdienen, sondern aus ethischen Gründen.“

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