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Thomas Blanke ist auch ein „Held des Alltags“

Homeoffice für Musikfabrik-Schüler

Borghorst

Vorsitzender Reinhard Meß ist fest davon überzeugt: „Ohne den Einsatz von Thomas Blanke stünde der Verein vor dem Ruin.“ Der musikalische Leiter der Borghorster Musikfabrik ist aber nicht nur als Vereinsretter zu einem der Helden des Alltages geworden, wie die Jury dieser Aktion von Kreissparkasse, VR Bank Kreis Steinfurt, Steinfurter Marketing und Touristik, Stadtwerken und Westfälischen Nachrichten jetzt entschieden hat.

Axel Roll

Thomas Blanke – hier ein Archivfoto – hat schnell reagiert und den Unterricht in der Musikfabrik innerhalb weniger Tage auf online umgestellt. Foto: Axel Roll

Thomas Blanke hat auf der einen Seite die Musikfabrik-Mitglieder bei der Stange gehalten und auf der anderen den rund 300 Schülern in den Zeiten von Schulschließungen und der Streichung vieler Freizeitangebote eine sinnvolle Beschäftigung gegeben.

Konkret: Blanke hat innerhalb weniger Tage den Musikunterricht auf online umgestellt. What‘s App, Skype, Youtube und Facetime sei dank. Mit der Folge, dass bis auf eine Ausnahme alle Musikschülerinnen und -schüler der Musikfabrik die Treue gehalten haben. „Toi, toi, toi, ich hoffe, das bleibt so“, sagt Thomas Blanke. Denn wie Vorsitzender Reinhard Meß eingangs sagte: Der Verein finanziert sich ausschließlich über die Unterrichtsgebühren. Fehlen die, ist der Musikfabrik die finanzielle Grundlage entzogen.

Darum war Blanke nach der Schulschließung sofort klar: „Jetzt muss ganz schnell was passieren.“ Die umfangreiche technische Einrichtung – in der ehemaligen KvG-Grundschule wurden drei Online-Arbeitsplätze für die Lehrer eingerichtet – war nur das eine. Schüler und auch einige Lehrkräfte mussten mit den neuen Rahmenbedingungen erst einmal vertraut gemacht werden.

Nach fast vier Wochen Digital-Unterricht fällt die Bilanz von Thomas Blanke durchweg positiv aus. Darum denkt er auch schon weiter: „Wir wollen diese Unterrichtsform in unser Angebot integrieren.“ Andere Länder, Beispiel USA, seien da schon viel weiter. „Für die ist das schon lange normaler Alltag.“ Über Gespräche mit den Eltern weiß Blanke, dass viele Kinder schon regelrecht auf den Unterricht am Computer warten. Ob die Schüler in der Woche zuvor wirklich geübt haben, können die Lehrer nicht nur live am Bildschirm, sondern auch beim Hin- und Herschicken von Übungsaufgaben beobachten.

Für das eigene Vororchester hat sich der Chefdirigent ein besonders anspruchsvolles Projekt ausgedacht. Die 18 Mitglieder spielen ihren Part Zuhause ein und schicken ihn an den Leiter. Der montiert die einzelnen Stimmen dann zum großen Ganzen zusammen.

Wie gut der Einzelunterricht auch läuft – für die Bands und Ensembles, die sonst immer gemeinsam proben, gibt es keine coronasichere Lösung. Nicht nur darum hofft Thomas Blanke, dass es schon bald wieder ganz normalen Unterricht ohne Computer gibt.

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