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Klausurtagung der FDP zu Klima- und Umweltthemen

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Steinfurt

Klima- und Umweltschutzthemen standen im Mittelpunkt einer Klausurtagung der FDP. Zahlreiche Vorschläge wollen die Freidemokraten in die politische Diskussion einbringen.

Stefan Ludwigs Foto: privat

Die Steinfurter Liberalen berieten in einer Klausurtagung die drängenden Klima- und Umweltthemen für Steinfurt. Die Tagesordnung bot hinreichend Raum für Fachvorträge, Nachfragen und Diskussionen. Nach der Einleitung durch den Fraktionsvorsitzenden Stefan Ludwigs stellte der umweltpolitische Sprecher der Fraktion, Kai Kunz, die aktuelle politische Beschlusslage im Kreis Steinfurt und in der Stadt Steinfurt vor. Kunz vertritt die FDP in der Stadt Steinfurt und im Kreis Steinfurt in den jeweiligen Umweltausschüssen und vermittelte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern so ein ganzheitliches Bild zu den aktuellen Klimaschutzmaßnahmen.

Bäume pflanzen

Der Bürgerantrag „Mehr Klimaschutz für Steinfurt“ des Vereins „WieWollenWirLeben“ wurde durch Stefan Jöken vorgestellt und intensiv beraten. Der Bürgerantrag wird von den Liberalen als wertvoller Impuls hin zu einer bewussteren Klimapolitik in Steinfurt bewertet, heißt es in einer Pressemitteilung der FDP. Stefan Jöken erläuterte den Teilnehmern das Verfahren zur Erstellung und zum Monitoring eines CO2-Budgets.

Aus den Beratungen über den Antrag leitet die FDP konkrete politische Anträge ab. Der Windpark Hollich ist ein wichtiger Bestandteil der Steinfurter Klimabilanz, da der gewonnene Windstrom Steinfurt vollständig mit Strom aus erneuerbarer Energie versorgen könnte. Der Geschäftsführer des Hollicher Bürgerwindparks, Gerd Göckenjan, gab einen Überblick über dessen Aktivitäten und die hervorragende wirtschaftliche Situation des Unternehmens. Mit der nächsten Ertüchtigung der bestehenden Anlagen kann eine deutliche Erhöhung des erzeugten Windstroms bis 2025 erreicht werden, heißt es von der FDP.

Windpark

Der Windpark und die Biogasanlage in Hollich erzeugen auch Wärme, die dringend genutzt werden solle. Gerd Göckenjan stellte hierzu erste Überlegungen in Bezug auf eine Nahwärmeversorgung in Steinfurt vor. Von dieser innovativen Idee waren die Teilnehmer sofort überzeugt, da sie in hervorragender Weise das Erreichen der gewünschten Klimaziele mit einer verbesserten Versorgungssicherheit der Steinfurter Bürger verbinden könne. Die FDP-Fraktion wird deshalb den Vorschlag mit einem Antrag unterstützen und finanzielle Mittel für eine Machbarkeitsstudie beantragen.

Neubauten klimaneutral

Als Ergebnis der Klausurtagung wollen die Liberalen folgende Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele vorschlagen und in Anträge einfließen lassen:

Schaffung eines Nahwärmeversorgungsnetz in Verbindung mit dem Windpark und Bioenergie in Hollich.

Hydraulischer Abgleich vorrangig für städtische- und öffentliche Gebäude umsetzen.

Den Klimaschutzmanager aufwerten – Stabsstelle bei der Bürgermeisterin einrichten und dort mit klima- und umweltrelevanten Stellen, wie zum Beispiel Gebäudemanagement, koppeln.

Neubauten in Steinfurt nur noch bilanziell klimaneutral erstellen. 

CO2-Budget und Monitoring für Steinfurt wird befürwortet.

Die FDP pflanzt im Laufe der Ratsperiode 50 Bäume pro Jahr.

Aufruf an die Steinfurter, einen hydraulischen Abgleich an ihren Heizungsanlagen vorzunehmen und Einsparungsempfehlungen umzusetzen.

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