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HEBK-Schüler bitten Öffentlichkeit im Mithilfe

Jeans-Recycling als Geschäftsidee

Steinfurt

Mit einer selbst entwickelten Geschäftsidee in den Markt gehen und dabei auch noch Gutes in Sachen Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit tun – noch ist dieses Vorhaben von Jan Weppler, Christian Langer, Luca Schmidt, Nicolas Popp und Julius Rolvering eine Vision – aber vielleicht schon 2023 Realität.

Von Ralph Schippers

Angehende Betriebswirte mit zündender Geschäftsidee: Jan Weppler, Julius Rolvering, Luca Schmidt, Christian Langer und Nicolas Popp sind Zweitsemester an der Fachschule für Wirtschaft am Hermann-Emanuel-Berufskolleg. Das Quintett tüftelt an einer Geschäftsidee zum Verkauf nachhaltiger Jeans. Der aktuell noch virtuelle Online-Shop ist bereits konfiguriert. Foto: privat

Mit einer selbst entwickelten Geschäftsidee in den Markt gehen und dabei auch noch Gutes in Sachen Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit tun – noch ist dieses Vorhaben von Jan Weppler, Christian Langer, Luca Schmidt, Nicolas Popp und Julius Rolvering eine Vision – aber vielleicht schon 2023 Realität. Die fünf angehenden Betriebswirte der Fachschule für Wirtschaft am Hermann-Emanuel-Berufskolleg haben im Rahmen eines Studienprojekts den – aktuell noch lediglich virtuellen – Online-Shop „Re-Clothes“ gegründet. Die Idee, die dahinter steckt: Jeanshosen nach ihrer Verwendung wiederverwerten und so einen geschlossenen Materialkreislauf herstellen.

„Noch ist es eine Geschäftsidee, auf deren Grundlage wir zurzeit einen Businessplan erstellen“, erklärt der 25-jährige Christian Langer. Es sei aber gut möglich, dass das Projekt nach Abschluss des Bildungsgangs am HEBK im kommenden Jahr verwirklicht wird, betont Kommilitone Jan Weppler, mit 27 Jahren Ältester im Quintett der fiktiven Jungunternehmer. Die HEBK-Schüler haben sich mit Unterstützung ihres Bildungsgangleiters Jörg Breulmann bereits detailliert Gedanken dazu gemacht, wie sie Vertrieb und Marketing ihres Start-ups organisieren wollen. Mithilfe von kooperierenden Einzelhandelsgeschäften soll eine Verkaufsplattform für Jeanshosen etabliert werden, die aus recyceltem Material bestehen. Dafür zahlt der Kunde einen Aufpreis von einem Euro, der die Kosten für den Prozess der Wiederverwertung deckt. Die aufgetragenen Hosen, die mit einem QR-Code versehen sind, können bei den Kooperationspartnern abgegeben oder auch per Post an eine zentrale Sammelstelle geschickt werden.

Bewertung des Businessplans

Ob die Geschäftsidee 2023 von den dann fertigen Betriebswirten umgesetzt wird oder nicht, hängt von vielen Faktoren ab. So wird es entscheidend sein, wie gut der Businessplan von den Fachlehrern sowie einem Wirtschaftsprüfer der Industrie- und Handelskammer ankommt. „Ende März werden wir unsere Abschlusspräsentation vorlegen“, informiert Luca Schmidt.

Wesentlicher Bestandteil wird dabei auch die Auswertung einer Befragung sein, mit der sich die Fünf an die Öffentlichkeit wenden. Wie kommt ihre Geschäftsidee beim Jeanskäufer an? Wie hoch ist die Bereitschaft, mehr Geld für nachhaltige Jeans auszugeben? Welche Verkaufskanäle werden bevorzugt? Solche und weitere Fragen stehen bei der Online-Umfrage, die noch bis Mitte Februar läuft, im Raum. Etwas mehr als 300 Personen haben seit der Freischaltung am Montag vergangener Woche schon mitgemacht. „Es sind elf Fragen, deren Beantwortung zusammen nicht mehr als zwei Minuten dauert. Die Absender bleiben anonym“, hoffen Christian Langer und seine Mitstreiter auf viele weitere Teilnehmer.

Diejenigen, die bereits ihre Antworten gegeben haben, lassen die angehenden Betriebswirte in ihrem Vorhaben gestärkt nach vorne blicken. „95 Prozent würden bei ,Re-Clothes“ mitmachen“, berichtet Langer von einer großen Akzeptanz.

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