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Nummer 73 der Heimatblätter erschienen

Kneipenspaziergang durch die Borghorster Geschichte

Borghorst

Die Borghorster Heimatblätter stecken wieder voller Überraschungen – geschichtlicher Art. Sie beginnen mit einem Kneipenspaziergang der besonderen Art.

-ar-

Franz-Josef Dwersteg und Alfred Heptner (v.l.) präsentierten jetzt die neueste Ausgabe der Borghorster Heimatblätter. Foto: Axel Roll

Hätte Franz-Josef Dwersteg seinen Kneipenspaziergang von Wilmsberg durch die Borghorster Innenstadt vor 50 Jahren unternommen und hätte er in jedem Lokal ein Pils getrunken – er wäre nicht weit gekommen. Der Schriftführer des Borghorster Heimatvereins kommt für die damaligen Zeiten auf über 50 Gaststätten. Heute sind es nicht einmal mehr zwei Hände voll. Diesen Wandel beschreibt Dwersteg bildhaft in der neuesten Ausgabe der Borghorster Heimatblätter, die unter der Nummer 73 in den nächsten Tagen und Wochen an die Mitglieder verteilt werden.

Viele Geschichten aufgetrieben - trotz Corona

Die Geschichte, die vom Lohntütenball genauso erzählt wie von Kommerzienrat Johann Heinrich Brader im Hotel „Zum Walfisch“ und von Tante Lisbeths Abschiedsparty als Lindenwirtin, ist aber nur eine von vielen in der 60-seitigen, traditionsreichen Postille des Borghorster Heimatvereins. „Trotz Corona haben wir keine Mühe gehabt, spannende Themen für die Mitglieder zu finden“, spricht Vorsitzender Alfred Heptner seinem Schriftleiter ein dickes Kompliment für seinen journalistischen Spürsinn aus.

Zur wechselvollen Geschichte des Kneipenwesens zählt natürlich die Aufgabe des Hauses Tümler. Aber auch Pfarrer Johannes Sonnenschein, der von den Nazis drei Jahre ins Konzentrationslager gesteckt wurde, oder die Erinnerungen an den Missionar Konstantin Guddorf finden sich in der jährlichen Beilage wieder.

Redaktion sucht weitere Freiwillige

Auch wenn Franz-Josef Dwersteg wieder ganze Arbeit geleistet hat, er würde sich die Redaktion gerne mit weiteren Freiwilligen teilen. Denn selbst wenn die Heimatblätter „nur“ jährlich erscheinen. Redaktionsschluss ist Redaktionsschluss. „Der setzt einen ganz schön unter Druck“, weiß der Schriftführer.

Die 1500 Exemplare gehen wie jedes Jahr in alle Welt. Werden die meisten Exemplare in Borghorst wie eh und je von den fleißigen Heimatfreunden zu Fuß verteilt, muss bei den Mitgliedern in den USA, Australien und Ungarn die Post aushelfen.

Mit dabei ist wieder das immer noch arg dezimierte Veranstaltungsprogramm für dieses Jahr. Alfred Heptner hofft, dass im Sommer die Pandemie endgültig ihren Schrecken verloren hat. Schon im März geht es los mit Frühlings- und Osterausstellung, Wanderung in Horstmar und der Jahreshauptversammlung. So Corona will.

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