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Behördliches Falschparken geahndet

„Knöllchen“ fürs Ordnungsamt

Burgsteinfurt

Ein Fahrzeug des Fachdienstes Sicherheit und Ordnung hat falsch geparkt. Zumindest hat ein bislang unbekannter Zeitgenosse ein Knöllchen vergeben – 15 Euro, weil keine Parkscheibe ausgelegt war. Die Nachricht über den Strafzettel für die städtischen Ordnungshüter fand in den sozialen Netzwerken große Resonanz.

Ralph Schippers

15 Euro hat ein Unbekannter der Stadt Steinfurt in Rechnung gestellt: Das „Knöllchen“ klebte am Dienstag auf der Windschutzscheibe eines Fahrzeuges des Ordnungsamts.

Die Damen und Herren des städtischen Ordnungsamts, pardon des Fachdienstes Sicherheit und Ordnung, haben es wahrlich nicht leicht in diesen Zeiten: Die Corona-Pandemie, besser gesagt die Überwachung der Einhaltung der mit ihr in Zusammenhang stehenden behördlichen Auflagen, kostet jede Menge Zeit und sicher auch viele Nerven. Vom normalen Alltagsgeschäft mal ganz abgesehen. Und jetzt bekommen sie auch noch ein Knöllchen verpasst!

Wie bitte? Ein Strafzettel für die städtischen Ordnungshüter? Auch der Facebook-User, der namentlich nicht genannt werden möchte, staunte nicht schlecht, als ihm am Dienstagvormittag der hinter den Wischer geklemmte Zettel an einem an der Wasserstraße abgestellten Wagen auffiel, der aufgrund der blau-gelben Folierung eindeutig als städtisches Fahrzeug identifizierbar war. Auf dem handelsüblichen Quittungszettel werden der Stadt Steinfurt 15 Euro für das Versäumnis einer nicht ausgelegten Parkscheibe in Rechnung gestellt.

„Ich fand das originell und witzig zugleich“, betont der Burgsteinfurter im Gespräch mit dieser Zeitung. Daher habe er sich kurzerhand dazu entschlossen, Fotos von der Situation zu schießen und sie ins soziale Netzwerk zu stellen. Und dort hat er einen ziemlich großen Widerhall erzeugt.

Der „Spaß“ dauerte jedoch nicht allzu lange: einen Tag später war der Post in der Burgsteinfurt-Gruppe schon nicht mehr auffindbar. Wer da wohl dahintersteckt? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! Der Schreiber dieser Zeilen, zugegebenermaßen auch schon diverse Male für Zeitüberschreitungen beim Parken sanktioniert, hätte einen Vorschlag zur Güte: Warum nicht, wie es zahlreiche Städte in Ostwestfalen es vorgemacht haben, für die Zet des Lockdowns auf Strafzettel wegen Falschparkens verzichten?

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