1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Steinfurt
  6. >
  7. Kock folgt auf Hardebusch

  8. >

Jahreshauptversammlung der Steinfurt Marketing und Touristik

Kock folgt auf Hardebusch

Steinfurt

SMarT hat einen neuen Vorsitzenden. Beworben haben sich gleich. Geblieben ist Alfons Kock.

Von Axel Roll

Michael Hardebusch (r.) gratulierte seinem Nachfolger Alfons Kock zur Wahl als SMarT-Vorsitzendem. Foto:

Der meistgehörte Satz am Mittwochabend? „Steinfurt nach vorne bringen.“ Am überzeugendsten hat ihn wohl Alfons Kock gesagt. Der selbstständige Unternehmensberater und Mitbetreiber der Burgsteinfurter Eventküche konnte am Ende nämlich 22 Stimmen auf sich vereinigen – und damit seine beiden Mitbewerber um das Amt des Ersten Vorsitzenden der Steinfurt Marketing und Touristik (SMarT) zum Teil recht deutlich auf die Plätze verweisen. So kam Michael Schell, hauptamtlich Erster Beigeordneter der Stadt, auf 15 und Ex-Gastronom Konni Elfers auf drei Stimmen. Alfons Kock folgt damit auf Michael Hardebusch, der im Juni angekündigt hatte, für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Wie Alfons Kock bei seiner Vorstellung betonte, möchte er dazu beitragen, dass sich die Menschen wohlfühlen in Steinfurt. Er habe große Lust, sich in die Materie um Touristik, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing einzuarbeiten. Der neuen Geschäftsführerin Marion Kessens attestierte Kock große Methodenkompetenz. „Lassen wir die Dame mal agieren“, forderte er die Mitglieder auf.

Die waren übrigens, offensichtlich eine Begleiterscheinung des hinter den Kulissen heftig geführten Kampfes um den Vorsitz, zahlreich wie nie zur ersten Jahreshauptversammlung seit Ausbruch der Corona-Pandemie in die Bagno-Gaststätte gekommen. Dass es eine besondere Sitzung war, zeigte sich schon zu Beginn, als Hans Knöpker bemängelte, zur Versammlung sei nicht ordnungsgemäß geladen worden, weil der Termin sechs Wochen vorher nur per Facebook angekündigt worden sei. In der Versammlung gefasste Beschlüsse seien deswegen unter Umständen anfechtbar. Die überwiegende Mehrheit der Stimmberechtigten sah das anders. Nur vier sprachen sich bei einer Abstimmung für eine Vertagung aus.

Geschäftsführerin Marion Kessens stellte in ihrem ersten Tätigkeitsbericht fünf zentrale Herausforderungen für SMarT in den Vordergrund: Steinfurt soll Luftkurort, das Bagno muss besser in Szene gesetzt werden, das Hotel für Burgsteinfurt muss kommen, die Digitalisierung vorangetrieben und die Zukunft der Werbegemeinschaften, in welcher Orga-Form auch immer, gesichert werden.

Ob Steinfurt Chancen hat, Luftkurort zu werden? Die Verantwortlichen werden es in drei, vier Wochen wissen. Dann liegen die Endergebnis der siebenmonatigen Luftmessungen vor, die Grundvoraussetzung dafür sind, dass sich die Kreisstadt mit diesem Titel schmücken darf. Marion Kessens verspricht sich davon nicht nur eine höhere Attraktivität bei den Urlaubern, Stichwort präventiver Gesundheitstourismus, sondern auch jährliche Zuschüsse vom Land. Wenigstens 40.000 Euro.

Das letzte Jahr war, natürlich wegen Corona, kein gutes. Die Tourismus-Zahlen sind um ein Drittel eingebrochen, wie Marion Kessens erläuterte. Das macht sich in der SMarT-Bilanz deutlich bemerkbar, wie auch Schatzmeister Gerrit Daldrop in seinen Erläuterungen zum Wirtschaftsbericht klarstellte. Noch für dieses Jahr kündigte die Geschäftsführerin das neue Gastgeberverzeichnis an, außerdem ist der 3D-Auftritt für das historische Bagno so gut wie fertig. Premiere soll schon am 8. Oktober (diese Zeitung berichtete ausführlich) sein.

Freuen können sich die Steinfurter in Borghorst wie in Burgsteinfurt auf ihre Weihnachtsmärkte, wie Marion Kessens sagte. Die Planungen dafür laufen. „Sie sollen beide stattfinden.“ Positiv bewertet die SMarT-Chefin den Steinfurt-Gutschein. Mittlerweile machten 54 Geschäfte mit.

Am Ende der Tagesordnung lobte Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer das Team von SMarT: „Ein toller Vorstand, eine tolle Geschäftsführerin.“

Startseite