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BHD schließt „Projekt 2020“ mit Inbetriebnahme einer zweiten Wohngemeinschaft auf Hof Lünnemann ab

Lange Warteliste spricht für sich

Burgsteinfurt

Auf dem Gelände des früheren Hofes Lünnemann hat der BHD-Pflegedienst nun mit der Fertigstellung eines weiteren Neubaus das Projekt 2020 abgeschlossen. Am 1. Juli soll das Gebäude, das eine ehemalig an diesem Platz stehende Scheune ersetzt, bezugsfertig sein. Der Anbieter von ambulanten Pflegediensten wird dort eine zweite Wohngemeinschaft einrichten. Die Nachfrage ist groß.

Ralph Schippers

Wo früher eine Scheune stand, werden alsbald Senioren ambulant betreut: Der Neubau auf dem ehemaligen Hof Lünnemann ist letzter Baustein des BHD-Projekts „2020“. Das Angebot kommt an: Wie Geschäftsführerin Elke Spiegelberg (kl. Bild links, bei der Präsentation der Neubaupläne) berichtet, besteht bereits eine Warteliste. Das Bild rechts unten zeigt den lichtdurchfluteten künftigen Aufenthaltsraum. Foto: Schippers

Traditionelle rot-violette Klinker, Satteldach mit großem Dachüberstand und offenliegenden Balken, Eindeckung mit regionaltypischen Pfannen – er strahlt zweifelsohne jede Menge Heimeligkeit und Heimatgefühl aus, der Neubau auf dem Hof Lünnemann, Steinfurter Standort des BHD-Pflegeteams im Kreis.

Am 1. Juli soll das Gebäude, das eine ehemalig an diesem Platz stehende Scheune des vormaligen Bauernhofes ersetzt, bezugsfertig sein. „Wir werden dort eine zweite Wohngemeinschaft mit zwölf Senioren einrichten“, sagt Elke Spiegelberg, Geschäftsführerin des BHD-Pflegeteams.

Mit der Erweiterung des Pflegeangebots am Standort in Hollich reagiert der Träger auf die stetig wachsende Nachfrage nach seinen Pflegedienstleistungen. Deren Qualität hat sich herumgesprochen. Es ist die Kombination aus individueller, qualifizierter Betreuung und das Ambiente, das den umgebauten ehemaligen Bauernhof kennzeichnet. 34 Einträge, die auf der Warteliste für die Wohngemeinschaft stehen, sprechen für sich.

Die Fertigstellung des Neubaus ist der vierte und letzte Baustein des „Projekts 2020“, das der BHD nach dem Erwerb des Hofes 2014 auf seine Agenda gehoben hat. Zuvor wurden auf dem Areal, das zwischenzeitlich auch das damalige Jugenddorf nutzte, in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Bühning und dem Bauunternehmen Feldmann Neubauten errichtet – für serviceorientiertes Seniorenwohnen sowie auf dem Platz des früheren Schafstalles für Tagespflegegäste. Im ehemaligen Haupthaus des Hofes sind im Erdgeschoss eine erste Wohngemeinschaft in Betrieb genommen worden und im Obergeschoss ist die Verwaltung untergebracht.

Nun also folgt das Haus für eine zweite Wohngemeinschaft. Elke Spiegelberg zeigt dem Gast gerne den Baufortschritt. Noch ist der Innenausbau in vollem Gange, doch, so viel steht fest, die Räume werden hell und freundlich. Die sanitären Anlagen sind großzügig gestaltet, Küche und Aufenthaltsräume bieten vielfältige Möglichkeiten, sich zurückzuziehen oder in der Gemeinschaft etwas zu unternehmen. Insgesamt hält das Gebäude etwas mehr als 400 Quadratmeter Wohnfläche bereit. Bei der Einrichtung ihrer Appartements haben alle künftigen Bewohner freie Hand.

Von der Dimensionierung passt sich der Neubau hervorragend in die bestehende Anlage ein. Gleiches gilt für das äußere Erscheinungsbild. Sogar Details wie die leicht geschwungene Form der Fensterstürze oder die Art der Holzverkleidung der Dachgauben wurden vom Vorbild früheres Hauptgebäude des Hofes übernommen.

Fast scheint es, als ob der Neubau schon immer dort gestanden hat – perfekter kann man eine Integration kaum umsetzen. Selbst auf das unmittelbare Umfeld wurde Rücksicht genommen: So konnten zwei alte Eichen erhalten werden, die unmittelbar an den Gebäudekörper angrenzen. Und auch das alte Backhaus des Bauernhofes wird es weiter geben. „Das nutzen die Bewohner immer gerne – zum Beispiel für das Piepkuchenbacken“, weiß Elke Spiegelberg.

Nach Abschluss der Bautätigkeit soll als Schlusspunkt noch der Innenhof der Seniorenwohnanlage begrünt und mit entsprechender Möblierung wie Bänken ausgestattet werden, kündigte die Geschäftsführerin an.

Innerhalb der beiden Wohngemeinschaften erhält jeder Bewohner die Betreuung, die er wünscht und braucht. Es sollen Anreize geschaffen werden, um Fähig- und Fertigkeiten zu erhalten, das Selbstbewusstsein zu fördern, die Sinne zu schärfen und die Mobilität zu verbessern. Spiegelberg: „Rund um die Uhr ist jemand da, der Hilfe leistet, wenn sie benötigt wird.“ Auch das Pflegepersonal fühle sich wohl auf dem Hof Lünnemann.

Ein Umstand, der in Zeiten knapper Personalressourcen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Das gesamte Pflegeteam an den Standorten in Steinfurt, Wettringen und Saerbeck umfasst derzeit 66 Personen, acht Mitarbeiter sind in Ausbildung.

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