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Statistik: Heiraten, Geburten, Namen

Max und Sophie statt Mia und Noah

Steinfurt

Die Steinfurter haben doch ihren eigenen Geschmack – zumindest, wenn es um Vornamen für neue Erdenbürgerinnen und Erdenbürger geht. Max und Sophie waren im Jahr 2020 die beliebtesten Vornamen für Babys.

Erhard Kurlemann

Hochzeiten in der Bagno-Konzertgalerie waren in 2020 aufgrund der Corona-Pandemie Mangelware. Einige Paare haben ihre Termine wegen der Einschränkungen verschoben. Foto: Jürgen Peperhowe

Seitdem das Marienhospital in Borghorst keine Geburtsstation mehr hat, hat sich auch für Eva Frenker der Arbeitsalltag ein wenig verändert. Die Leiterin des Sachgebiets Einwohner- & Meldewesen im Rathaus hat früher in jedem Jahr zahlreiche Geburten registriert. Am 28. Februar 2015 ist das letzte Kind im Marienhospital geboren.

„Seither heißt das offiziell Neuzugang durch Geburt“, sagt Eva Frenker. Das bedeutet, dass Kinder von in Steinfurt gemeldeten Menschen nachgemeldet werden. „Die meisten der Kinder werden in Rheine, Coesfeld, Greven oder Münster geboren. Wir erhalten als Meldeamt dann einige Tage später Nachricht“, erläutert Eva Frenker das Verfahren.

317 Kinder sind demnach 2019 geboren, 173 Mädchen und 144 Jungen. 2020 waren es sogar 350 „nachgemeldete“ Geburten. Im vergangenen Jahr hatten die Jungen mit 182 die Nase gegenüber 168 Mädchen vorn.

Für das Jahr 2020 hat Eva Frenker auch die Namensstatistik ausgewertet. Bundesweit liegen bei den Mädchen die Namen Mia, Emilia und Hanna(h) auf den ersten drei Plätzen. Das gilt auch für das Bundesland Nordrhein-Westfalen. In Steinfurt entschieden sich die Eltern gleich 15 Mal für die Namen Sophie oder Sophia – auch in der Variante mit einem f in der Mitte – oder als Bestandteil des Vornamens wie etwa Lena-Sophie oder Lara-Sophie. Platz 2 in der Steinfurt-Statistik erreicht der Name Lia mit sieben Nennungen, Platz 3 und fünf mal gewählt geht an Elisa.

Bei den Jungen liegen Noah, Ben und Matteo im Jahr 2020 bundesweit auf den ersten drei Plätzen. In NRW folgt Henry anstelle von Matteo auf dem dritten Platz. Steinfurt hat seinen eigenen Sieger: Fünf Mal entschieden sich Eltern dafür, ihren Sohn Max zu nennen. Finn, Felix und Leo belegen gemeinsam mit jeweils vier Namensträgern den zweiten Platz.

Und noch ein Blick in die Statistik: 181 Paare haben sich 2019 auf dem Standesamt das Ja-Wort gegeben. 175 Paare haben sich im Corona-Jahr 2020 trauen lassen.

„Auf den ersten Blick ein normaler statistischer Wert“ berichtet Gudrun Frahling aus dem Standesamt. „Aber 14 Paare haben ihre geplante Heirat abgesagt, offenbar wegen Corona.“ Und eine weitere Besonderheit gab es 2020: Zwölf Paare haben ihren Hochzeitstermin verschoben – auch wegen Corona. „Das kommt ansonsten ganz, ganz selten vor, dass ein Paar etwa einen für April vereinbarten Termin in den September schiebt oder so“, weiß Gu­drun Frahling aus Erfahrung.

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