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Pläne für Verkehrsberuhigung vom Rathaus-Kreisel bis zur Nikomedes-Kirche

Mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger

Steinfurt

Die Steinfurter Stadtverwaltung hat in Absprache mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW und in Zusammenarbeit mit dem Verkehrs- und Tiefbauplanungsbüro Althoff & Klaverkamp aus Senden eine Studie erarbeitet, die darauf abzielt, den Verkehr auf der Emsdettener Straße in Borghorst zu beruhigen. Insbesondere auf dem kommunalen Teil vom Kreisverkehr am Rathaus bis zur Breulstraße soll mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer geschaffen werden.

Von Dirk Drunkenmölleund

So sieht die Studie aus. Der Plan soll eine Basis bilden, die Emsdettener Straße sicherer zu machen und zu beruhigen. Foto: Stadt Steinfurt

Die Steinfurter Stadtverwaltung hat in Absprache mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW und in Zusammenarbeit mit dem Verkehrs- und Tiefbauplanungsbüro Althoff & Klaverkamp aus Senden eine Studie erarbeitet, die darauf abzielt, den Verkehr auf der Emsdettener Straße in Borghorst zu beruhigen. Insbesondere auf dem kommunalen Teil vom Kreisverkehr am Rathaus bis zur Breulstraße soll mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer geschaffen werden. Die Planungen werden in der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Wohnen und Sicherheit am Mittwoch (28. September) im Rathaus (Beginn: 18 Uhr) öffentlich vorgestellt. Die Baukosten werden auf rund 110.000 Euro geschätzt. Gibt die Politik grünes Licht, könnte mit dem Umbau bereits im kommenden Jahr begonnen werden.

Die Initiative folgt den Diskussionen um „Neue Mobilität“ in Steinfurt. Unter anderem ist dabei dem beschriebenen Eingangsbereich in den Ort große Bedeutung zugesprochen worden. Insbesondere deshalb, weil über diesen Abschnitt nicht nur die Stadtverwaltung, die Innenstadt und das Krankenhaus erreicht werden. Besonders stark wird die Strecke von Schülern auf dem Weg von und zur Realschule am Buchenberg benutzt. OT-Heim und Marienschule liegen ebenfalls am Weg. Nicht zu vergessen der K+K-Mark und weitere soziale Einrichtungen in unmittelbarer Nachbarschaft. Der Offene Ganztag im Komplex des ehemaligen Garbrockschen Hofs kommt vorübergehend noch hinzu.

Wie die Stadtverwaltung in ihrer Sachdarstellung schreibt, muss das Straßenprofil nicht verändert werden. Die Gehwege sind ausreichend breit, die Straße ist entsprechend ihrer Funktion für Tempo 30 ausgebaut. Vorgeschlagen wird, die Radfahrstreifen rot zu markieren und mit einer weißen Linie von der Fahrbahn abzusetzen. Die verbleibende Breite sei für den motorisierten Verkehr ausreichend. Die Planer sind überzeugt: „Optisch wird die Emsdettener Straße mit der Rotmarkierung gewinnen. Autofahrer werden viel deutlicher erkennen, dass es Radverkehr auf der Straße gibt und dass diesem eine hohe Bedeutung zukommt.“

Darüber hinaus sollen mindestens drei Querungshilfen dazu beitragen, die Übergänge sicherer zu machen. Asphaltdrempel und Zebrastreifen sollen Autofahrer zwingen, den Fuß vom Gas zu nehmen. Bei einem Höhenunterschied von sieben Zentimetern soll die Emsdettener Straße für Radfahrer weiterhin gut zu befahren sein. Ein Materialbruch in der Fahrbahn soll ausgeschlossen werden.

Was den bereits vorhandenen Fußgängerüberweg zum Nikomedes-Kirchhof betrifft, so soll dieser in die Achse der Nikomedesstraße verschoben werden. Damit würde optisch auch eine Verlängerung der Fußgängerzone in der Münsterstraße erreicht. Darüber hinaus würden sich Marienschule und Kirchplatz näherkommen.

Wie die Verwaltung anmerkt, hat die Stadt im Vorgriff auf die Maßnahme den Kreisverkehr am Rathaus bereits umgebaut, sicherer gestaltet und aufgewertet. Unter anderem sind auf den Verkehrsinseln vor dem Kreisel abgängige Linden gegen neue Klimabäume mit einer Unterbepflanzung aus trockenheitsresistenten Gräsern ausgetauscht worden. Autofahrer, die heute auf den Kreisel zufahren, würden ihn als zu umfahrendes Objekt besser wahrnehmen. Durch die Bepflanzung verstärke sich der Eindruck, dass langsam gefahren werden soll und sich dort ein Verkehrsknotenpunkt mit Bedeutung befindet.

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