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Zehn Jahre „Sinfonic Rock Night“ der Musikschule Steinfurt

Musikalisches Aushängeschild

Steinfurt

Die „Sinfonic Rock Night“ der Musikschule Steinfurt gibt es zehn Jahre, genauso lange ist es her, dass sich Volkshochschule und Musikschule zum Kulturforum Steinfurt zusammengeschlossen haben. Zum runden Geburtstag spielt das 100-köpfige Ensemble ein „Best of“ seiner zurückliegenden Auftritte.

Von Dirk Drunkenmölleund

„10 nach 11“ ist die „10. Sinfonic Rock Night“ der Musikschule überschrieben, die am Freitag ihre Premiere hat. Michael Gantke ist von Anfang an künstlerischer Leiter und Organisator des Projekts Foto: Fahlbusch

19 Konzerte wurden gegeben, 30 Stunden Live-Musik geboten und 102 Titel aus den Sparten Klassik, Film, Musical, Rock & Pop gespielt. Neun Arrangeure waren beteiligt, 320 Musiker im Alter zwischen zwölf und 81 Jahren haben mitgewirkt und über 7000 Konzertbesucher sind bestens unterhalten worden. Die „Sinfonic Rock Night“ der Musikschule hat sich seit ihrer Premiere 2011 (damals noch als „Night of the Proms“) zu einem herausragenden Musik-Event weit über die Grenzen des Zweckverbandes hinaus gemausert. Und weil seit Anfang an eine Person so eng mit diesem Projekt verbunden ist, war es Dr. Barbara Herrmann am Montag in der Hohen Schule ein echtes Herzensanliegen, Michael Gantke einmal ausdrücklich dafür zu danken, dass er als Organisator, künstlerischer Leiter und Dirigent seit zehn Jahren die Fäden und den Taktstock so souverän in seinen Händen hält, dass die Veranstaltung ein echtes Markenzeichen für die Musikschule im Kulturforum Steinfurt geworden ist. „Das musste ich wirklich mal loswerden“, erklärte Herrmann. Noch größer als es Zahlen ausdrücken können seien allerdings Einsatz und Engagement aller Mitwirkenden zu bewerten, klassische Orchestermusik mit modernem Big-Band-Sound zu einem einzigartigen Musikerlebnis zu verbinden. Freitag (20. Mai) um 20 Uhr und Samstag (21. Mai) um 15 und 20 Uhr gibt es in der Mensa des Borghorster Gymnasiums die zehnte Auflage dieses Musikspektakels. „10 nach 11“ sind die drei Konzerte, ein „Best of“ der vergangenen zehn Jahre, überschrieben. Das Interesse ist trotz der coronabedingten Verschiebung der März-Premiere groß geblieben. Nur noch ganz wenige Restkarten sind erhältlich.

Herrmann und Gantke machten bei einem Rückblick deutlich, dass vor allem die finanziellen Risiken enorm waren, ein Projekt dieser Größe zu stemmen. „Man muss eine Vision haben und daran glauben“, erklärte Herrmann, dass es trotz aller Widrigkeiten und mit breiter Unterstützung zahlreicher Sponsoren und Rückendeckung durch die Politik gelungen sei, dieses Format fest in den Bildungs- und Kulturbetrieb einzubinden. Gantke, der das Konzept mit seinem Kollegen Johannes Strzyzewski in Nordhorn entwickelt hatte, konnte und kann dabei immer wieder auf eine engmaschiges Netzwerk setzen, Musiker, Arrangeure und Unterstützer zu gewinnen, die bereit waren und sind, an einem Strang zu ziehen. Herrmann fügt an: „So ist die Sinfonic Rock Night zu einem Aushängeschild unserer Arbeit geworden.“

„Es ist für mich das größte und aufwendigste Projekt, das wir haben“, hob Antonio Di Martino, Abteilungsleiter der Musikschule, in diesem Zusammenhang auch auf pädagogische Effekte ab, die die „Sinfonic Rock Night“ so wertvoll für den Unterricht gemacht habe. Innerhalb des rund 100-köpfigen „Sinfonic Rock“-Ensembles würden Anfänger, Fortgeschrittene und Lehrkräfte zu einer Einheit verschmelzen, sich gegenseitig fördern, anspornen und eine einzigartige Dynamik entwickeln. „Jeder braucht die Performance, um zu spüren, wofür man geübt hat. Man kann Stimmungen aufsaugen und unheimlich Empathie daraus entwickeln.“ Das Ergebnis sei ein Erlebnis sowohl für die Zuhörer als auch für die Mitwirkenden. Noch einmal wurde betont: Die meisten Mitwirkenden sind Laienmusiker und betreiben neben Schule und Beruf einen außergewöhnlichen Aufwand für Proben und Konzerte, um die „Sinfonic Rock Night“ zu dem zu machen, was sie heute ist. Durchschnittlich 60 Stunden habe jeder Akteur über die individuelle Vorbereitungszeit in Gesamt- und Gruppenproben für den großen Auftritt vor Publikum investiert. „Eine herausragende Leistung“, gab Michael Gantke das Lob von Barbara Herrmann gerne an die Musiker, Sänger und alle weiter, die sich kurz vor der Premiere noch einmal vor und hinter den Kulisse für einen tollen Auftritt voll ins Zeug legen. „Das Ensemble wird getragen durch seine Leidenschaft für das Format“, schildert Gantke die Stimmung. 17 Stücke, deren Arrangements allesamt speziell für das Ensemble geschrieben worden sind, stehen auf dem Programm – Zugaben noch nicht inbegriffen.

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