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Stimmungsbild aus den Schulen

„Müssen das Beste daraus machen“

Steinfurt

Schulen und die dort Verantwortlichen müssen oft kurzfristig und flexibel reagieren. „Nicht Genaues weiß man“ fasste ein Schulleiter die Situation zum Ferienende zusammen. Die meisten Schulen erlebten eine Überraschung, waren sich doch vor den Ferien von Präsenzunterricht ausgegangen. Trotzdem: „Wir müssen das Beste daraus machen“ – ein Stimmungsbild.

Erhard Kurlemann

Ein Selbsttest gehört zum Schulalltag – mindestens zwei Mal pro Woche. In einem Video der Augsburger Puppenkiste zeigt Dr. Kasperl übrigens leicht verständlich, wie so ein Selbsttest funktioniert. Foto: dpa

Die Schnelltests für viele Schulen in Steinfurt sind am Samstag geliefert worden - „zwischen 8 und 18 Uhr sollten sie kommen“, berichtet Fachdienstleiterin Nadine Rath. „Wie sollte das gehen?“ Sie müsse deshalb ein dickes Lob an den Hausmeister loswerden, der mit dem Lieferdienst mitgefahren ist und „so für die Annahme der Tests gesorgt hat.“ Überhaupt: „Die Schulen haben eine gewisse Routine entwickelt, wenn es darum geht, flexibel zu reagieren“. Das funktioniere auch, weil die Zusammenarbeit mit den Schulen „sehr gut“ sei.

Unter dem Strich seien sich aber alle einig: „Wir müssen das Beste aus der Situation machen“. Und: „Das ständige Hin und Her zehrt schon sehr an den Nerven.“

Das bestätigt das Stimmungsbild, das die Redaktion an einigen Schulen eingefangen hat.

Claudia Bock, Leiterin der Bismarckschule, berichtet von „stark verunsicherten Eltern“, weil es kaum belastbare Aussagen über den Schulalltag über mehrere Tage gebe. Das mache sich etwa bemerkbar, wenn kurzfristig noch Kinder in die Notbetreuung aufgenommen werden sollen. „Wir waren vor den Ferien von Präsenzunterricht ausgegangen.“ Für den Distanzunterricht freue sie sich, dass die iPads aus dem Digitalpakt inzwischen eingetroffen seien. So könne der Online-Unterricht weiter optimiert werden. Andersherum beobachte sie die Kinder, die sich couragiert mit den Selbsttests auseinandersetzten. „Alle waren heute negativ.“

Das ist ein Thema, das Annegret Middel-Peters „doch sehr“ stört. Die Leiterin der Regenbogenschule sagt, die Tests könnten besser zu Hause gemacht werden. „Was passiert denn mit einem Kind, wenn so ein Test mal positiv ausfällt?“ Andererseits erlebe sie bei den Kindern „ein bisschen Routine“, den Schulalltag unter diesen Bedingungen zu gestalten. „Das hilft zum Teil auch uns Lehrern.“ Insgesamt sei aber bei allen an Schule Beteiligten wahrnehmbar, dass „wohl Dampf in der Situation ist“.

Bettina Weiss, Leiterin der Realschule Burgsteinfurt, berichtet, ein Hauswirtschaftsraum sei zur Testzentrale umfunktioniert worden. Alle Schüler und Lehrer seien negativ getestet worden. Unter den Bedingungen sei „aktuell eigentlich alles okay.“

Der Leiter der Realschule am Buchenberg, Michael Groll, sagt, die Organisation der Selbsttests sei gut gelaufen. In einem Elternbrief seien die wichtigsten Informationen zum Schulalltag wohl noch rechtzeitig angekommen. Ein Kind aus der Notbetreuung habe nach Hause geschickt werden müssen, da es den Test verweigert habe. „Hier müssen wir die Eltern noch besser informieren.“ Daneben freue er sich, dass der Distanzunterricht immer besser funktioniere, wie viele Rückmeldungen zeigten.

Marco Del‘Oro gehört zum Leitungsteam der Hauptschule am Bagno. Es seien keine neuen Probleme bekannt geworden. Vor den Osterferien habe es einige Widersprüche gegen die Testpflicht gegeben. „Bei den Tests heute spielte das aber keine Rolle mehr.“

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