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Rheinenser Bernhard Möller stellt ab 12. März im Huck-Beifang-Haus aus

Neuer Blick auf alte Materie

Steinfurt

Der morbide Charme des Zerfalls hat es Bernhard Möller angetan: Alte Metalle, die einen gelebten Ausstrahlung durch ihr Vorleben aufweisen, bekommen einen neuen Wert eingehaucht. Altes verwittertes Blei, das seine eigene, authentische Geschichte geschrieben hat, wird zum unverwechselbaren Ausdrucksträger. Eine Auswahl seiner Werke stellt der Rheinenser ab dem kommenden Sonntag (12. März) im Huck-Beifang-Haus aus.

wn

Bernhard Möller mit einem seiner Werke. Ab dem 12. März stellt er in Burgsteinfurt aus. Foto: Kunstverein

Interessierte sind zur Eröffnung um 11 Uhr an die Hahnenstraße eingeladen, schreibt der Kunstverein in einer Pressemitteilung.

Möllers Arbeiten zeichnen sich durch strukturierte, reliefartige Oberflächen in Form freihändig komponierter Sujets aus. Oberstes Gebot des Künstlers ist es, die Augen des Betrachters für die Schönheit und Ästhetik des Zerfalls zu sensibilisieren. Dafür ist er gerne auch mal auf dem Schrottplatz unterwegs. „Bei meiner Objektsuche bin ich immer wieder fasziniert von der herben Schönheit alten, verwitterten Metalls, beispielsweise in Form verrosteten Blechs“, wird Möllers im Pressebericht des Kunstvereins zitiert. Die als Collagen eingearbeiteten Elemente – aus ihrem Zusammenhang herausgeholt – verleihen den Bildern in einem neuen Kontext viel Energie und Ausdruckskraft. Dabei entstehen immer wieder dreidimensionale, teils skulpturale Bildräume, mit zum Teil aufgebrochenen Flächen, die erst bei näherer Betrachtung den Blick freigeben für die Materialhaftigkeit.

Aber auch die elementare Schönheit von mit Patina überzogenem Kupfer in Kombination z. B. mit Blei baut eine besondere Spannung zwischen den Materialien auf, ergänzen sich aber dennoch harmonisch, gibt der Künstler ein weiteres Beispiel seines Schaffens. Für ihn sei es stets eine neue Erfahrung, unter kompositorischen Gesichtspunkten den Einfluss des Zufalls und des Unbewussten kennenzulernen, der sich aus der Kombination unterschiedlichster Materie ergibt. Mutige Kombinationen sich widersprechender Materialien machen den Reiz seiner Werke aus. Erzählende Bilder werden Emotionen, die den Betrachter einfangen und den seinen Blick verändern.

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Die Ausstellung im Huck-Beifang-Haus, Hahnenstraße 8, ist samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet.

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