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Kunstverein: Interimsvorstand bis Ostern im Amt

Neustart in 2022 fest im Visier

Steinfurt

Die zwischenzeitlich drohende institutionelle Auflösung des Kunstvereins ist vorerst abgewendet: Während einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Dienstag vergangener Woche im Ratssaal ist Regina Hemker-Möllering zur Interimsvorsitzenden gewählt worden. Ihr zur Seite steht als Schriftführerin Monika Frieling. Beide erklärten, bis Ostern im Amt bleiben zu wollen.

Von Ralph Schippersund

Haben den Fortbestand des Kunstvereins fest im Visier (v.l.): Monika Frieling, Jutta Förster, Gerlinde Kisker, Regina Hemker-Möllering, Michael Schell, Lisa Berkemeier und Wolfgang Lübbers. Foto: Kunstverein

Die zwischenzeitlich drohende institutionelle Auflösung des Kunstvereins ist vorerst abgewendet: Während einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Dienstag vergangener Woche im Ratssaal ist Regina Hemker-Möllering zur Interimsvorsitzenden gewählt worden. Ihr zur Seite steht als Schriftführerin Monika Frieling. Beide erklärten, bis Ostern im Amt bleiben zu wollen. Bis dahin soll eine grundsätzliche Reform der bestehenden Satzung mit dem Ziel auf den Weg gebracht werden, die Vereinsarbeit künftig besser zu organisieren. Konkret soll die Vorstandsarbeit auf mehr Schultern als bisher verteilt und zugleich die Aufgaben der einzelnen Vorstandsmitglieder konkret definiert werden. So soll es gelingen, einen Vorstand ins Amt zu heben, der für eine reguläre Wahlperiode die Verantwortung für die Vereinsarbeit übernimmt. Wie bereits mehrfach berichtet, hatte der Verein nach dem Rücktritt von Peter Weidlich im August vergangenen Jahres keine gewählte Führungsmannschaft mehr. Es drohte daher die rechtliche Auflösung von Amts wegen.

Insgeheim hatten die Verantwortlichen schon für die Versammlung in der vergangenen Woche die Wahl eines neuen Vorstands inklusive Vorsitzendem erhofft. Doch dieser Schritt gelang trotz intensiver Suche im Vorfeld nicht. „Wir haben eine ganze Reihe von Kandidaten angesprochen“, berichtet Regina Hemker-Möllering. Grundsätzliche Bereitschaft sei vorhanden gewesen, letztlich habe aber jeder Einzelne triftige Gründe gehabt, die Aufgabe zum aktuellen Zeitpunkt nicht zu übernehmen.

Trotzdem schaue man mit Optimismus in die Zukunft. Anlass dazu habe die Versammlung selbst gegeben. „Sie war sehr harmonisch und von der Grundhaltung geprägt, eine drohende Vereinsauflösung zu verhindern“, berichtet Michael Schell. Der Erste Beigeordnete, zugleich Vereinsmitglied, hatte als Versammlungsleiter fungiert und – damit rechtlich alles korrekt abläuft – Rechtsanwältin Anne-Christin Ahler von der Kanzlei Daldrop als Protokollführerin ins Boot geholt.

Den Anstoß zur Satzungsänderung hatte zuvor Hubertus Brunstering gegeben, in dem er vorschlug, die Anzahl der Beisitzer im Vorstand auf fünf zu erhöhen sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden einzusetzen. Michael Schell hatte daran anknüpfend angeregt, zusätzlich strukturelle Änderungen vorzunehmen, die darauf abzielen, Aufgaben und Funktionen festzulegen. Darum kümmern wird sich bis Ostern ein Kreis von zusammen acht Mitgliedern des Vereins– inklusive der beiden gewählten Mitglieder des Interims-Vorstands. Er wird sich regelmäßig treffen und sich durch den Ersten Beigeordneten sowie Anne-Christin Ahler von der Kanzlei Daldrop beraten lassen.

Die Verantwortlichen zeigten sich bei einer Pressekonferenz am Dienstag zuversichtlich, dass auf diesem Weg der Neustart 2022 gelingen kann. Mit dazu bei trage auch der große Zuspruch, den die Ausstellungen und Musikabende des Vereins in diesem Jahr erfahren hatten.

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