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Mehr Fahrzeuge im Kreis Steinfurt

Nur 0,05 Prozent E-Autos

Kreis Steinfurt

Im Kreis Steinfurt gibt es immer mehr motorbetriebene Fahrzeuge: 2016 stieg ihre Zahl auf 363 313. Elektroautos sind allerdings kaum darunter. Sie machen gerade mal 0,05 Prozent des Fahrzeugbestandes aus.

wn

Selten:.Lademöglichkeiten für E-Autos gibt es für Besucher der Kreisverwaltung am Steinfurter Kreishaus.

Die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge ist im Kreis Steinfurt im vergangenen Jahr um 7222 auf insgesamt 363 313 gestiegen. Den größten Teil nehmen die Pkw ein. Zum Stichtag 31. Dezember waren 256  191 in der Kfz-Zulassungsstelle des Kreises Steinfurt registriert, teilt das Straßenverkehrsamt mit. Das sind 4862 PKW mehr als vor einem Jahr. Auf dem zweiten Platz bei den Zulassungen folgen mit 52 350 Anhänger aller Arten. Krafträder lagen bei 21 892 Registrierungen. Danach folgen 16 995 Lastwagen und 12 403 Zugmaschinen, außerdem 3 009 Sonderfahrzeuge (bspw. Feuerwehr, Rettungsdienst).

Die im Juli 2013 wieder eingeführten BF- und TE-Kennzeichen stoßen auf stetig wachsendes Interesse bei den Kfz-Besitzern. Inzwischen fahren 32 822 Kraftfahrzeuge mit einem TE-Kennzeichen und 17 465 mit einem BF-Kennzeichen über die Straßen. Im Jahr davor waren es noch 29 431 TE- und 15  773 BF-Kennzeichen. Vor der Wiedereinführung waren „Altkennzeichen“ Kraftfahrzeugen aus der Zeit vor der Gebietsreform 1975 vorbehalten. Somit fuhren vor Wiedereinführung noch 608 Kraftfahrzeuge aus früheren Zeiten mit einem TE-Kennzeichen und 666 mit einem BF-Kennzeichen herum. Auch rollen mehr historische Fahrzeuge über die Straßen im Kreis. So waren Ende Dezember 2055 Oldtimer im Kreis Steinfurt zugelassen, 215 mehr als ein Jahr zuvor.

Deutlich seltener als Oldtimer sind E-Autos auf den Straßen im Kreis Steinfurt unterwegs. „Auch wenn in den letzten Jahren stetig mehr Pkw mit reinem Elektroantrieb zugelassen worden sind, ist ihr Anteil insgesamt gesehen verschwindend gering“, sagt Bernd Buskamp, Leiter des Straßenverkehrsamtes. 166 sind es aktuell. Das macht 0,05 Prozent aller motorisierten Fahrzeuge im Kreis aus. Ende 2015 waren es 129 und vor zehn Jahren nur sieben E-Autos. „Die Gründe sind allgemein bekannt“, meint Buskamp. „E-Autos sind vergleichsweise teuer, können nur kurze Strecken zurücklegen und das Netz an Ladestellen ist auch noch ausbaufähig.“ Eine Lademöglichkeit besteht für Besucher der Kreisverwaltung an der Tecklenburger Straße 10 am Nebeneingang der Zulassungsstelle. Hier können zwei Autos gleichzeitig aufgeladen werden. Denn auch der Kreis Steinfurt  hat drei Elektrofahrzeuge in seinem Fuhrpark, die regelmäßig für Fahrten im Kreisgebiet eingesetzt werden. Ob es mehr Fahrzeuge werden, hängt von der Entwicklung des Marktes ab.

Nicht nur das Ladestellennetz für E-Autos ist ausbaufähig, sondern auch das Verständnis mancher Fahrerinnen und Fahrer. 1824 mussten im vergangenen Jahr unfreiwillig auf ihren Führerschein verzichten. Sie waren gezwungen ihren Wagen für mindestens einen Monat stehen zu lassen, weil sie Alkohol getrunken, Drogen genommen hatten oder zu schnell unterwegs waren. Die Bußgeldstelle des Kreises verzeichnete mit 60 829 Ordnungswidrigkeitsverfahren rund 9000 mehr gegenüber dem Vorjahr. Die Auto- und Lkw-Fahrer waren zu schnell unterwegs, haben nicht genügend Abstand gehalten, hatten den Sicherheitsgurt nicht angelegt, haben mit dem Handy telefoniert, sind bei Rot über die Ampel gefahren, hatten ihre Ladung nicht ausreichend gesichert oder ihr Fahrzeug hatte Mängel. In 29 566 Fällen leitete die Verwaltung ein Verwarnungs- und in 31 263 Fällen ein Bußgeldverfahren ein.

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