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Stadt und Investor weisen Hillebrand-Kritik an Weberquartier-Planung zurück

„Nur minimale Änderungen“

Borghorst

Sind die im Bebauungsplanentwurf für den Gesundheitscampus festgelegten Geschossflächen und -höhen für Steinfurter Verhältnisse überdimensioniert? Entsprechende Kritik des Borghorster Architekten Bernard Hillebrand, die diese Zeitung in einem am Donnerstag veröffentlichten Artikel wiedergegeben hat, haben Stadt und Investor IGP gestern zurückgewiesen.

Ralph Schippers

Die aktuell wohl größte Baustelle in der Stadt: Auf dem Weberquartier werden die Vorbereitungen für den neuen Gesundheitscampus getroffen. Foto: rs

Sind die im Bebauungsplanentwurf für den Gesundheitscampus festgelegten Geschossflächen und -höhen für Steinfurter Verhältnisse überdimensioniert? Entsprechende Kritik des Borghorster Architekten Bernard Hillebrand, die diese Zeitung in einem am Donnerstag veröffentlichten Artikel wiedergegeben hat, haben Stadt und Investor IGP gestern zurückgewiesen. „Unser Ziel war es von Anfang an, die als Ergebnis aus dem städtebaulichen Qualifizierungsverfahren hervorgegangene Planung des Ateliers Kempe Thill möglichst eins zu eins in den Bebauungsplan zu überführen“, betonte der Fachbereichsleiter Stadtplanung, Stefan Albers. Zugleich räumte er ein, dass es zwar Änderungen in der Höhe von Gebäuden und auch deren Lage gegeben habe. Diese seien jedoch „geringfügig“ und auf Zwänge zurückzuführen, die sich zum Beispiel aufgrund topographischer Gegebenheiten oder Leitungswege ergeben hätten.

Sowohl Albers als auch IGP-Vertreter Stefan Gräf stellten klar heraus, dass – wie im Kempe-Thill-Entwurf vorgesehen – nicht mehr als maximal vier Geschosse in der Gebäudestruktur realisiert werden. Gräf: „Zusätzliche Staffelgeschosse sind nicht vorgesehen.“ Auch die Breite der „grünen Achsen“, die sich von West nach Ost und von Nord nach Süd durch das 26 000-Quadratmeter-Areal ziehen, blieben in der ursprünglichen Breite von 18 Metern erhalten. Stefan Albers: „Wenn man natürlich die Blumenkübelreihen abzieht, kommt man auf geringere Zahlen, aber die rechnen wir mal dazu.“

Die vorgesehene Maximalhöhe von 17,70 Meter der Rehaklinik stelle zwar eine relativ große Dimensionierung dar. Man müsse dabei aber auch die Funktion sehen, die sie beinhaltet.

„Es war ein großes Ringen, diese und die weiteren vorgesehenen Funktionen auf das Areal zu bringen“, erläuterte der Technische Beigeordnete Hans Schröder. Wohnen, Pflege und Reha-Klinik im Weberquartier in der geplanten Form zugleich realisieren zu können, sei ein „großes Glück“. Die angebrachte Kritik sei unangemessen, wenn es gerade mal um Abweichungen von „ein paar Zentimetern“ gehe.

Ins gleiche Horn stieß Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer: Der Gesundheitscampus sei ein Meilenstein in der Entwicklung Borghorsts und eine große Chance für die Stadt. Man sei planungstechnisch absolut im Rahmen geblieben. Die explizite Frage, ob es nachträglich Zugeständnisse der Verwaltung an den Investor gegeben habe, um das Projekt zu sichern, verneinte sie.

IGP-Vorstand Stefan Gräf betonte zudem, dass der Auslobungstext für das Qualifizierungsverfahren zuvor mit allen Fraktionen abgestimmt worden sei. „Daran halten wir uns – mit größtmöglicher Transparenz“, wies er die Kritik zurück.

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