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Familie möchte Tochter bis Weihnachten aus OGS nehmen

Offener Ganztag ist auch in Corona-Zeiten Pflicht

Borghorst

Nina Afhüppe möchte der Bitte der Bundeskanzlerin an die Bürger im Land Taten folgen lassen. Und das aus gutem Grund, wie sie findet. „Wir haben gerade zwei Wochen Quarantäne hinter uns“, erzählt die Mutter von Sophia, die in die dritte Klasse der Marienschule geht und fünfmal die Woche bis 15 Uhr den Offenen Ganztag im OT-Heim besucht. Dort hatte die Achtjährige jetzt zweimal hintereinander Begegnungen mit corona-positiven Kindern aus anderen Klassen. Folge: Quarantäne, nicht nur keine OGS, auch keine Schule. Für Nina Afhüppe war damit klar: „Um die Kontakte auf ein Mindestmaß zu reduzieren, haben wir uns entschlossen, Sophia bis Weihnachten aus der OGS herauszunehmen und sie nur die Schule besuchen zu lassen.“

Axel Roll

Ein Archivbild aus Vor-Coronazeiten aus dem Offenen Ganztag im OT-Heim: Derzeit werden dort unter anderem die Jungen und Mädchen der Marienschule betreut. Foto: Axel Roll

So einfach, wie sich die Borghorsterin die Sache vorgestellt hatte, ist sie aber nicht. Obwohl die Familie die Beiträge für die OGS ganz normal weiterzahlen wollte. Mit dem Offenen Ganztag verhält es sich nämlich wie mit der Schule. Teilnahme ist Pflicht. So die Aussage von Nadine Rath als zuständige Fachdienstleiterin im Rathaus, die sich für Familie Afhüppe bei der Bezirksregierung in Münster eingesetzt und nachgefragt hatte, ob eine vorübergehende Herausnahme der Grundschülerin möglich sei. Eine Sprecherin des Regierungspräsidiums bestätigte gegenüber dieser Zeitung die Aussage.

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