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Graf-Ludwig-Schule: Maßnahmen gefordert

Raser und Elterntaxis sind das Problem

Burgsteinfurt

Autofahrer, die viel zu schnell unterwegs sind, dazu der allmorgendliche Einfall der Elterntaxis: Den Anwohnern der Königsberger Straße, zugleich Standort der Graf-Ludwig-Schule, platzt der Kragen: Bei einem Vor-Ort-Termin mit der Stadtspitze und Politikvertretern haben sie jetzt ihrem Unmut über die Verkehrssituation Luft gemacht und konkrete Gegenmaßnahmen gefordert.

Von Ralph Schippers

Beim Vor-Ort-Termin wurde beraten, wie das Verkehrsproblem vor der Graf-Ludwig-Schule bestmöglich in den Griff zu bekommen ist (kl. Bild). Ein Schlüssel dazu: Die Akzeptanz der bestehenden Hol- und Bringzonen verbessern. Foto: rs

Aller vor rund anderthalb Jahren eingerichteten „Hol- und Bringzonen“ zum Trotz: Es herrscht offenbar nach wie vor regelmäßig ein Verkehrschaos vor der Graf-Ludwig-Schule, wenn die Elterntaxis morgens und mittags vor dem Schultor auftauchen, damit der Nachwuchs dort ein- bzw. aussteigen kann. So jedenfalls berichtet es Martin Großmann. Der Anwohner der Königsberger Straße und Vater zweier schulpflichtiger Kinder moniert neben dem chaotischen und verbotswidrigen Parken beziehungsweise Halten vor der Schule zudem die hohen Geschwindigkeiten, die auf der Straße immer wieder gefahren werden. „Gefühlt sind das oftmals bis zu 60 Stundenkilometer“, sagte er am Mittwoch bei einem Vor-Ort-Termin mit weiteren Anwohnern, Vertretern aus Politik und Verwaltung, darunter auch Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer, sowie Annika Elkmann, Schulleiterin des Grundschulverbunds. Gemeinsam wurde nach Lösungsstrategien gesucht, um die Situation zu entschärfen.

Der von weiteren Anwohnern unterstützte Vorschlag Großmanns, mittig der Straße etwa in Höhe der Zufahrt zum Schulparkplatz eine Bremsschwelle einzubauen, stieß bei der Verwaltung auf wenig Gegenliebe. „Solche Schwellen sind erfahrungsgemäß schnell kaputt und erzeugen darüber hinaus viel Lärm“, hielt Hans Schröder dem entgegen. Der Technische Beigeordnete regte stattdessen an, einen größeren Bereich von der Einfahrt mit einer Asphalterhöhung zu versehen und entsprechend zu markieren. „Wir lassen den Schulhof optisch schon auf der Straße beginnen - und können so hoffen, dass sich Autofahrer dessen bewusst sind“, so Schröder.

Auf Anregung von Jürgen Gesenhues vom Fachdienst Tiefbau sollte im Rahmen eines Maßnahmenkatalogs auch überlegt werden, die Tempo-30-Zone Königsberger Straße zu einem verkehrsberuhigten Bereich umzubauen. So könne man neben dem Geschwindigkeitsproblem auch das verkehrswidrige Parken besser in den Griff bekommen.

Um zu erkennen, wie gravierend das Rasen im schulnahen Bereich tatsächlich ausgeprägt ist, sollen zunächst Messungen durchgeführt werden. Um belastbare Zahlen zu bekommen, sollen diese – nach einem Hinweis von Anwohner Alfred Storck – nach den Herbstferien durchgeführt werden. „Wir werden dabei eine Woche lang ein Gerät einsetzen, dass auf den ersten Blick nicht als Messanlage zu erkennen ist“, sagte Andrea Sossna vom Ordnungsamt.

Das weitere Vorgehen sieht vor, die einzelnen Schritte mit den Anwohnern zu besprechen und im Anschluss der Politik, konkret dem Schul- und dem Bauausschuss vorzustellen. Zudem soll in der Elternschaft nochmals verstärkt Werbung dafür gemacht werden, die eingerichteten Hol- und Bringzonen am Kohlstrunk und an der Bohlenstiege zu nutzen. Ratsmitglied Christian Buck (CDU) mahnte darüber hinaus mit Verweis auf den jüngst in den Bauausschuss eingebrachten Antrag seiner Fraktion an, zeitnah auch im größeren Rahmen über ein Verkehrskonzept in der Friedenau nachzudenken.

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