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Kämmerer Andreas Meyer rechnet für den Haushalt 2023

Schwere(re) Zeiten für Steinfurt

Steinfurt

Auch Steinfurt wird unter den erschwerten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen leiden. Es wird aber nicht so schlimm wie schon mal befürchtet, ist Kämmerer Andreas Meyer überzeugt.

Von Axel Roll

Kämmerer Andreas Meyer rechnet mit einem ausgeglichenen Haushalt. Foto: Axel Roll

Auch wenn Kämmerer Andreas Meyer noch nicht viele belastbare Zahlen vorliegen hat, ist er sich sicher: Steinfurt geht nicht unbedingt schweren, aber auf jeden Fall schwereren Zeiten entgehen. Finanziell gesehen. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden sich über kurz oder lang im städtischen Haushalt niederschlagen. Darüber hinaus rechnet der oberste Kassenwart der Stadt aber auch mit Entwicklungen im direkten Umfeld, die die Stadt zwingen werden, die Euro beieinander zu halten.

In der Kämmerei wird gerade für den Etatentwurf 2023 gerechnet, der in wenigen Wochen eingebracht werden soll. Standardmäßig haben die Rathaus-Mitarbeiter die Haushaltspositionen für die Bewirtschaftung der eigenen Immobilien schon einmal deutlich nach oben korrigiert.

Dass Andreas Meyer trotzdem davon ausgeht, einen strukturell ausgeglichenen Entwurf präsentieren zu können, hat zwei Gründe: Zum einen werden sich die Summen, die die Stadt von Land und Bund standardmäßig bekommt, auf dem Niveau der Vorjahre bewegen. Andreas Meyer: „Die Schlüsselzuweisungen fallen ein bisschen geringer aus, dafür gibt es bei den unterschiedlichen Pauschalen ein bissen mehr.“ Bei den Schlüsselzuweisungen hätte Meyer mit deutlich niedrigeren Beträgen gerechnet. „Allerdings wurde die Verteilmasse um neun Prozent angehoben. Davon profitieren jetzt alle Städte und Gemeinden.“

Grund Nummer zwei für einen Haushalt mit einer schwarzen Null ist die immer noch gut gefüllte Ausgleichsrücklage. Die wird benötigt werden, um die Lücke zwischen höheren Ausgaben als Einnahmen zu schließen. Das Fazit von Andreas Meyer: „Ein Haushaltssicherungskonzept bleibt uns wohl erspart.“

Zum Thema Kreisumlage schwant dem Kämmerer nichts Gutes. Die Zwangsabgabe, mit der der Kreis Steinfurt wirtschaftet, wird wohl wieder einmal deutlich angehoben werden. Bei ersten Gesprächen mit der übergeordneten Behörde sei ein um 22 Prozent gestiegener Finanzbedarf genannt worden. „Da ist uns Kämmerern die Kinnlade runter gefallen.“

Um verlässlich rechnen zu können, wartet die Finanzabteilung auf die entsprechenden Orientierungsdaten. Sie sollen bis Ende des Monats vorliegen. Danach wird Meyer wissen, wie sich die Finanzsituation für die Kreisstadt im kommenden Jahr entwickeln wird. Wie gesagt, es wird auf jeden Fall schwerer.

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