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Besuch im Schnelltestzentrum Wippert in Burgsteinfurt

Sechs Weißkittel auf einen Test-Kandidaten

Burgsteinfurt

Redakteur Ralph Schippers hat sich im Corona-Schnellzentrum am Wippert in Burgsteinfurt testen lassen. Er war erstaunt, dass dort so wenig los war und glücklich darüber, dass alles so reibungslos und schnell funktioniert hat. Bei seinem Aufenthalt vor Ort fühlte er sich bestens betreut.

Ralph Schippers

Ergebnis des Schnelltests: negativ. Eine Momentaufnahme, die dennoch Sicherheit gibt. Foto: Schippers

Es ist schon verrückt: Als ich durch die Eingangsschwelle des Corona-Schnelltestzentrums am Wippert gehe, empfangen mich gleich ein halbes Dutzend Weißkittel. Medizinisches Personal ist reichlich vorhanden in dem großen Raum gleich hinter der Elefanten-Apotheke. Aber weitere Test-Kandidaten? Fehlanzeige. Zu ahnen war diese Situation bereits, aber nun, mit ihr direkt konfrontiert, wundere ich mich doch sehr.

Nur wenige Minuten zuvor hatte ich den Termin online gebucht. Freie Auswahl, alle Termine noch am selben Tag waren frei. Wo sonst bietet einem das Gesundheitssystem so viel Freiheit? Um es kurz zu machen: Die Anmeldung ist ein Klacks, auch wenn man vielleicht nicht jeden Tag mit dem PC arbeitet. Der Anmeldeprozess ist selbsterklärend, wenige Mausklicks und die Angabe persönlicher Daten genügen, dann erhält man per E-Mail die Bestätigung für den gewählten Termin. In meinem Fall lagen zwischen Buchung und Testzeitpunkt gerade mal 15 Minuten. Sogar innerhalb von zehn Minuten wäre es gegangen.

Angebot wird schleppend angenommen

„Bitte einmal Platz nehmen“, weist mir Dr. Olaf Rose freundlich einen Behandlungsstuhl zu. Der Betreiber der Elefanten-Apotheke hat das Testzentrum initiiert, um so einen Beitrag im Kampf gegen die Pandemie zu leisten, wie er sagt. Warum das Angebot bislang so schleppend angenommen wird, kann sich der Pharmazeut am Mittwoch nicht erklären. Er kann nur appellieren: Eine Testung sei aus epidemischer Sicht zum derzeitigen Zeitpunkt äußerst sinnvoll. Es gelte, parallel zu den sich steigernden Impfzahlen diejenigen herauszufiltern, die Virusträger sind und entsprechend zu handeln. Nur so könne es gelingen, Infektionsketten zu durchbrechen und eine drohende dritte Welle bedingt durch die ansteckendere britische Mutante zu verhindern.

Der Abstrich, den ich derweil bekomme, ist weit weniger unangenehm als befürchtet. Nichts ist‘s mit tief in die Nasennebenhöhlen geführten Stäbchen. Wenige Zentimeter reichen, es kitzelt ein wenig, dann ist die Prozedur überstanden. Ein Klacks, um mich zu wiederholen. Ein paar nette Worte noch zum Abschied und nur rund eine halbe Stunde später bekomme ich das Ergebnis per E-Mail: negativ. Ein schönes Gefühl, Sicherheit zu haben. Und seinerseits einen Beitrag dazu geleistet zu haben, dieses unsägliche Virus namens Corona in die Schranken zu weisen. Effektiv kann dies aber nur durch die Masse geschehen. Die Türen der Testzentren stehen weit offen. Jeder Einzelne hat es in der Hand, die Zeit, bis die Pandemie unter Kontrolle ist, zu verkürzen. Der Aufwand ist gering, ein Klacks sozusagen.

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